Streit bei PSD Banken
„Das Tischtuch ist zerschnitten“

Bei den genossenschaftlichen PSD Banken gibt es Streit. Ein Institut handelt entgegen den Konventionen – und macht deutschlandweit Geschäft. Der Verband poltert jetzt lauter als bislang.
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Frankfurt15 PSD Banken gibt es in Deutschland. Die genossenschaftlichen Institute waren ursprünglich für die Postbeamten da. Heute sind sie moderne Banken mit viel Onlinegeschäft, die aber im Wesentlichen in ihrer angestammten Region Geschäft machen. Doch bald ist der Verband der PSD Banken um ein Mitglied ärmer. Die PSD Bank Niederbayern-Oberpfalz hat im Juni beschlossen, zum Jahresende auszutreten.

Das Geldhaus aus Regensburg fühlt sich vom Verband gegängelt. Auch das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium, das Bundeskartellamt und das Landgericht Bonn hat es eingeschaltet. Ausgangspunkt des Streits ist die Geschäftspolitik der Bank:

Sie beschränkt sich seit einem Jahr nicht mehr auf ihr Geschäftsgebiet Niederbayern und Oberpfalz, sondern ist bundesweit und in Österreich aktiv. Das bescherte dem Institut ein beispielloses Wachstum: Der Kreditbestand wuchs 2014 mit einem Plus von 27 Prozent sprunghaft an. Der Durchschnitt aller PSD Banken lag bei nur gut drei Prozent.

Aus Sicht des Rechtsanwalts der PSD Bank Niederbayern-Oberpfalz, Edgar Steinle, leistet die Strategie daher einen „wichtigen Beitrag“ zum Erhalt des Instituts. „Auf Dauer könnte die Bank andernfalls zu einem Fusionsopfer werden, da die Margen wegen der niedrigen Zinsen unter Druck sind“, sagt er.

Längst hat das Geschäft, das die Regensburger jenseits ihrer traditionellen Grenzen machen, die unter PSD Banken tolerierte Schwelle von 20 Prozent überschritten. Das sorgt für böses Blut – die anderen PSD Banken sind verärgert. Die Niederbayern fühlen sich unter Druck gesetzt. „Der Verband hat massiv versucht, sich in die Geschäftspolitik der Bank einzumischen“, sagt Steinle.

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Übrige PSD Banken sind verärgert

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