Streit mit Sal. Oppenheim
Quelle-Erbin Schickedanz will Vergleich

Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz sucht im Milliardenstreit mit dem Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim und ihrem früheren Vermögensverwalter Josef Esch eine außergerichtliche Lösung. Sie schlägt einen Vergleich vor.
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München"Wir sind in Vergleichsverhandlungen, sagen aber nichts zu deren Stand, den Inhalten oder der Tendenz", sagte ihr Anwalt Peter Rath der "Süddeutschen Zeitung".

Schickedanz hatte ihre langjährige Hausbank und Esch wegen angeblich falscher Beratung auf Schadenersatz in Höhe von 1,9 Milliarden Euro verklagt. Die erste Verhandlung vor dem Kölner Landgericht ist für Mitte Dezember angesetzt. Die frühere Milliardärin Schickedanz war Großaktionärin des später in die Insolvenz gegangenen Handelskonzerns Arcandor, der einstigen Karstadt-Quelle AG.

Laut dem Bericht hat sie Kompromissbereitschaft signalisiert. "Es ist viel guter Wille auf allen Seiten erkennbar, die Sache ohne aufwendige und öffentlichkeitswirksame Prozesse zu regeln", zitierte die Zeitung einen nicht namentlich genannten Teilnehmer an den Verhandlungen. Schickedanz gehe es darum, sich auf Dauer ein standesgemäßes Leben zu sichern. In einem Interview hatte die Quelle-Erbin einmal gesagt, sie lebe von 600 Euro im Monat und kaufe beim Discounter ein.

Am Dienstag hatte sich Vermögensverwalter Esch bereits im Rechtsstreit mit dem ehemaligen Arcandor-Chef Thomas Middelhoff überraschend darauf geeinigt, eine außergerichtliche Lösung in ihrem millionenschweren Konflikt zu finden. Dabei ging es um unter anderem um Middelhoffs Luxusjacht "Medici" und Flugreisen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Streit mit Sal. Oppenheim: Quelle-Erbin Schickedanz will Vergleich"

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  • frau schickedanz will ihr geld zurück und der esch und die oppenheim jetzt DEUTSCHE hamn viel zu verlieren,nämlich ihren ruf und damit alt- und neugeschäft und die betriebs- und vor allem steuergeheimnisse,die an die öffentlichkeit dringen könnten und unangenehme auch strafrechtkiche folgen haben könnten.

    der schickedanz drück ich die daumen und gönn ihr den erfolg den ganoven grenzen zu setzen

  • "Schickedanz gehe es darum, sich auf Dauer ein standesgemäßes Leben zu sichern."

    Das lässt tief blicken.

    So ist das halt wenn man meint man wäre was Besseres und lediglich auf der Welt um sich zu vergnügen und das zu verprassen was andere (die niederen Stände) erwirtschaften.

    Hätte Sie sich ein Beispiel an Susanne Klatten genommen bräuchte Sie jetzt nicht jammern.
    Es ist mir völlig unverständlich wie man ein Milliardenvermögen in Aktien eines einzelnen Unternehmens haben kann ohne selbst auf die Geschäftsentwicklung zu achten.

  • unfassbar "standesgemäß"! Wenn sie zuwenig Geld soll sie arbeiten. Falls sie Beispiele sucht, wie man das erfolgreich macht, soll sie sich den Lebensweg ihres Vaters anschauen und nicht Ersatz für verzocktes Erbe fordern.

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