Streit um Abhebegebühr
Banken rudern zurück – Verbraucherschützer klagen

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Weniger Automaten, dafür Geldabheben im Supermarkt

Klar ist: Die Debatte schadet dem Image der öffentlichen Institute und der Genossenschaftsbanken. Die großen Privatbanken betonten in den vergangenen Wochen genüsslich, dass an Ihren Automaten Geldabheben weiter kostenlos sein. So erklärte die Commerzbank gestern, weiterhin keine Gebühren fürs Geldabheben am Automaten einführen zu wollen. „Da sind wir sehr klar: Wir werden nicht unseren Kunden erklären, warum unsere Kunden von ihrem Konto ihr Geld abheben und dafür Geld bezahlen. Das finde ich völlig absurd. Das werden wir nicht machen“, betonte Privatkundenvorstand Michael Mandel.

Die Deutschen zahlen nach wie vor am liebsten mit Scheinen und Münzen. Die nötige Bargeldlogistik aber verursacht den Instituten hohe Kosten. Ein neuer Geldautomat kostet laut Expertenschätzung rund 20.000 Euro. Die Wartungs- und sonstigen Kosten liegen jährlich etwa halb so hoch – pro Automat, wohl gemerkt. Diese Summen schlagen vor allem in Niedrigzinszeiten schmerzlich zu Buche. 55.000 Geldautomaten gibt es in Deutschland, die Zahl blieb in den vergangenen Jahren laut der Deutschen Bundesbank stabil; mit dem laufenden Abbau von Filialen dürfte sie aber mittelfristig sinken.

Eine Reaktion der Banken ist, stärker auf andere Abhebesysteme zu setzen. Immer mehr Supermärkte bieten inzwischen die Möglichkeit an, per EC-Karte beim Zahlen an der Kasse Geld abzuheben, wenn Kunden Waren im Wert von 20 Euro oder mehr einkaufen. Laut der Zeitung Die Welt ist das inzwischen an 48.000 Kassen möglich, bei den Supermärkten Rewe, Penny, Toom, Netto, Kaufhof und neuerdings Aldi Süd.

Die Sparda-Banken Nürnberg und Augsburg setzen seit dem Mittwoch außerdem auf die digitale Technik: Dank einer Kooperation zwischen den Genossenschaftsbanken und dem Finanztechnologieanbieter Barzahlen.de können Kunden mit ihrem Smartphone unter anderem an den Kassen von Rewe, Penny, Real und Mobilcom-Debitel Bargeld abheben. Weitere Sparda-Banken sollen in den kommenden Wochen folgen. Auch die Deutsche Bank will in ihre App schon bald die Möglichkeit einbauen, per Smartphone an Bargeld zu kommen.

Recherchen des Internet-Finanzportals Biallo hatten die Debatte um Gebühren am Geldautomaten angestoßen. Demnach verlangen rund 40 Sparkassen und ungefähr 150 Volksbanken von einem Teil ihrer Kunden – je nach Kontomodell – Gebühren fürs Abheben von Bargeld. Die Höhe ist sehr unterschiedlich. Manche gewähren ihren Kunden im Monat bis zu fünf kostenlose Abhebungen, andere kassieren gleich beim ersten Mal. Fällig werden zwischen zehn und 50 Cent. Einige Institute haben allerdings schon seit Jahren Kontomodelle, bei denen Barabhebungen Geld kosten.

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Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Streit um Abhebegebühr: Banken rudern zurück – Verbraucherschützer klagen"

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  • @Dissi Dent: Ihr Schwachsinn in Textform verursacht beim ökonomisch gebildeten Menschen Augenschmerzen und grauen Star. Zudem wird klar, warum Deutsche beim Pisa-Test immer schlechter abschneiden. Note 5, durchgefallen!!!

  • Ich wiederhole mich indem ich sage, dass die Diskussion um so einen Bullshit von der Dummheit der deutschen Bevölkerung, der Medien sowie der Verbraucherschützer zeugt, dass es besser nicht geht und man vergisst offenbar, wofür wir Dank Katastrophen-Merkel palettenweise unser aller Geld wirklich raushauen.

    Denn erstens verdienen die Banken an den läppischen Gebühren NICHTS, sondern legen lediglich endlich ihre Kosten für die Bargeldver- und Entsorgung auf ihre stets dümmlich-meckernde Kundschaft um. Und darüber regt man sich kurz vor der Wahl sinnlos auf, in einem Land, wo Kunden im internationalen Vergleich fast eh schon keine nennenwerten Kosten für ihre Konten und sonstige Bankgebühren haben und im Retailgeschäft seit Jahren dicke Verluste fahren, während Häuser in Frankreich, Spanien, UK und vor allem den USA fette Gewinne produzieren.

    Gleichzeitig sind die gleichen Leute aber ganz still, wenn es um die Preise von Lebensmitteln und Autos geht (ein Golf kostet heute soviel wie vor 15 Jahren ein BMW 5er) oder die Überführungskosten für letztere geht. Denn Freude am Fahren und am Fressen ist den verbrämten Deutschen immens wichtig.

    Mein Tipp: Die Schreihälse inklusive derer hier - mit Ausnahme von Heinz Keizer - sollen am besten ihre eh nicht gewünschten Privatkonten bei ihrer Bank kündigen und die Kohle unter´m Kopfkissen verwahren. Banken werden sowieso noch Tausende an Filialen schließen müssen.

    Und wenn diese Kohle dann Dank Merkel von den Millionen an importierten Fachkräften für Wohnungseinbruch & Pyrotechnik geklaut wird, dann meckern sie noch lauter, die Schwachköpfe.

  • @ Herr Dissi Dent20.04.2017, 15:35 Uhr

    Ich bin Rentner, habe aber in einer Bank gearbeitet und verstehe das Bankgeschäft. Wo es berechtigt ist, unterstütze ich den Verbraucherschutz und berate auch Verbraucher. Ich habe nur was gegen dieses ständige Banken-bashing. Es gibt tausende von Mitarbeiter, die täglich ihre Arbeit zur Zufriedenheit ihrer Kunden machen. Es gibt überall schwarze Schafe, das gehört auch im Bankenbereich unterbunden. Eine verschwindent kleine Minderheit klagt dann über Verbraucherverbände gegen angebliche Missstände. Bei Bafin gehen nur wenige berechtigte Beschwerden ein, im Verhältnis zu der Anzahl der Beratungen. Und wenn ein Richter entscheidet, bedeutet das nur, dass er Recht gesprochen hat, ob das auch richtig ist, ist eine andere Sache.

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