Streit um Basel IV
EU-Ratspräsidentschaft will wegen Trump warten

Der Streit um das neue Banken-Regelwerk „Basel IV“ wird sich weiter hinziehen. Die aktuell von Malta geführte EU-Ratspräsidentschaft wartet darauf, dass die neue US-Regierung erste Positionen absteckt.
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BrüsselDie maltesische EU-Ratspräsidentschaft will mit einem Abschluss neuer globaler Kapitalregeln so lange warten, bis die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump ihre Position abgesteckt hat. „Es ist nicht so, als ob wir das aufschieben wollten, aber die Dinge ändern sich schnell“, sagte der maltesische Finanzminister Edward Scicluna am Freitag vor einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.

Malta übt bis Ende Juni die EU-Ratspräsidentschaft aus und ist damit verantwortlich, eine gemeinsame Position der Mitgliedsländer zu finden. Es wäre falsch, eine Entscheidung zu treffen, wenn es Unklarheiten gebe. Eine Vereinbarung solle geschlossen werden, „sobald sich der Staub gelegt hat.“

Der Streit zwischen den USA und Europa über ein neues Regelwerk, das in der Branche „Basel IV“ genannt wird, zieht sich seit langem hin. Europäische und auch japanische Banken befürchten Nachteile gegenüber ihren US-Rivalen, weil diese schon bestimmte Regeln beim Eigenkapital umgesetzt haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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