Streit um Krisenbank HGAA
Kärnten zieht wegen Verlustbeteiligung vor Gericht

Das österreichische Bundesland Kärnten zieht im Streit um die Krisenbank Hypo Alpe Adria vor Gericht. Das Land will die durch einen Kapitalschnitt bei der HGAA entstandenen Kosten von 21 Millionen Euro nicht tragen.
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WienDer Kapitalschnitt bei der österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria hat ein gerichtliches Nachspiel. Die vollständig in Staatsbesitz stehende Bank und einer ihrer Ex-Aktionäre streiten um die Lastenverteilung bei der Abdeckung der angehäuften Verluste im vergangenen Jahr. Zwar habe ein Zivilgericht dem Land Kärnten als früherem Eigentümer den Rücken gestärkt, teilte die Bank am Donnerstag mit. Sie wolle gegen dieses Urteil in erster Instanz jedoch Berufung einlegen.

Die HGAA gehört nach der Trennung von der BayernLB dem Staat. Das Land Kärnten, seine Beteiligungsgesellschaft Kärntner Landesholding und die Versicherung Grawe hatten jedoch neben dem Bund in den Jahren 2008 und 2009 sogenannte Partizipationsscheine gezeichnet, die mit deutschen Genussscheinen vergleichbar sind und ihre Eigentümer an Gewinnen oder Verlusten beteiligen.

Im vergangenen Jahr mussten sowohl Österreich als auch die übrigen Partizipationsschein-Inhaber auf Kapital verzichten, um die Verluste der Bank abzudecken. Von insgesamt 815 Millionen Euro entfielen 21 Millionen davon auf das Land Kärnten - das gegen die Entscheidung geklagt hatte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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