Strengere Bankenvorschriften
Globale Finanzaufseher sehen bereits Erfolge

Der Finanzstabilitätsrat koordiniert im Auftrag der G20-Länder die Regulierung der internationalen Finanzbranche. Schärfere Bankenregeln haben sich bereits bewährt, erklärt der Rat kurz vor dem G20-Gipfel in Hangzhou.

London/FrankfurtDie nach der Finanzkrise auf den Weg gebrachten schärferen Bankenvorschriften haben sich nach Einschätzung der globalen Finanzaufseher bewährt. Das zeigten unter anderem die Reaktion der Branche auf das überraschende Brexit-Votum und deren Umgang mit den unsicheren Wachstumsaussichten, erklärte der Finanzstabilitätsrat (FSB) der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) am Mittwoch.

Am Wochenende kommen die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten im chinesischen Hangzhou zu einem Gipfeltreffen zusammen.

„Die Ereignisse in diesem Jahr haben gezeigt, dass sich die Arbeiten an der Beseitigung der Schwachstellen, die zur Finanzkrise geführt haben, gelohnt haben“, erklärte der britische Notenbank-Gouverneur Marc Carney, der dem FSB vorsitzt, in einem Brief an die G20-Staatslenker. Erfolge dürften allerdings nicht zu Nachlässigkeit verleiten. Es stehe noch Arbeit an. Dazu zähle die Verhinderung globaler Schocks im Falle einer Abwicklung von internationalen Großbanken.

Der FSB soll im Auftrag der G20-Länder die Regulierung der internationalen Finanzbranche koordinieren. Die globalen Aufseher hatten nach der Krise unter anderem schärfere Kapitalvorschriften für Banken beschlossen. Das neue Regelwerk – in Fachkreisen „Basel III“ genannt – tritt in mehreren Schritten bis Ende 2018 in Kraft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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