Stresstest-Durchfaller in Nöten

Faule Kredite drücken Banco Popolare in Verlustzone

Erst durch den EZB-Stresstest gerasselt, nun wegen fauler Kredite in die Verlustzone geraten: Die viertgrößte Bank Italiens, die Banco Popolare, ist in Schwierigkeiten. Besserung ist eher nicht in Sicht.
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Durch den EZB-Stresstest gefallen, von faulen Krediten immer tiefer ins Minus gedrückt: Der Banco Popolare, immerhin viertgrößtes Geldinstitut in Italien, geht es nicht gut. Quelle: dpa

Durch den EZB-Stresstest gefallen, von faulen Krediten immer tiefer ins Minus gedrückt: Der Banco Popolare, immerhin viertgrößtes Geldinstitut in Italien, geht es nicht gut.

(Foto: dpa)

MailandDie Last fauler Kredite drückt die italienische Banco Popolare in die Verlustzone. Für die ersten neun Monate wies das Geldhaus am Dienstag einen Fehlbetrag von 121,7 Millionen Euro nach einem Gewinn von 165,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor aus.

Anders als den beiden Branchenführern UniCredit und Intesa Sanpaolo machen dem viertgrößten italienischen Geldhaus Problemkredite immer schwerer zu schaffen. Allein im dritten Quartal erhöhten sich die Abschreibungen in diesem Zusammenhang um 53 Prozent auf 445,3 Millionen Euro, in den neun Monaten insgesamt um rund 56 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Zudem belasteten Kosten von rund 68 Millionen Euro für den Vorruhestand von 330 Mitarbeitern im Zuge von Einsparungen die Bilanz.

Insgesamt fielen aber neun Geldhäuser aus Italien durch - so viele wie sonst in keinem Land der Euro-Zone, darunter auch die Banco Popolare.

  • rtr
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