Studie: Kredit-Volumen sind für Weiterverkauf bei vielen Banken zu klein: Markt für faule Kredite wird überschätzt

Studie: Kredit-Volumen sind für Weiterverkauf bei vielen Banken zu klein
Markt für faule Kredite wird überschätzt

Mit rund 160 Mrd. Euro ist der deutsche Markt für notleidende Kredite nur halb so groß wie häufig angenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatungen Mercer Oliver Wyman und Kroll. Für dieses Jahr rechnen Mercer und Kroll mit Verkäufen von meist großen Paketen notleidender Krediten in Höhe von insgesamt 20 Mrd. Euro.

kk FRANKFURT/M. Der Handel mit den zahlungsgestörten Krediten gilt als neues Wachstumsfeld in Deutschland. Allein im vergangenen Jahr haben Banken ausfallgefährdete Darlehen im Wert von insgesamt zwölf Mrd. Euro verkauft. Vor allem US-Investoren haben bisher als Käufer zugegriffen. Investmentbanken schätzen den Markt in Deutschland auf insgesamt 225 Mrd. Euro bis 300 Mrd. Euro.

„Es gibt eine gewisse Über-Euphorie“, sagt Finja Carolin Kütz, Direktorin bei Mercer Oliver Wyman Mercer. Nach der Studie ist nur die Hälfte des Gesamtvolumens von 160 Mrd. Euro marktfähig. Denn die Größe der Kredite sei meist zu gering, was an dem stark fragmentierten Bankenmarkt in Deutschland liege, erklärt Kütz. Damit sich die derzeit noch hohen Transaktionskosten für die Banken lohnten, müssten die gehandelten Kredite eine gewisse Mindestgröße ausweisen – rund 50 Mill. Euro Nominalwert für einzelne Kredite und 500 Mill. Euro für Portfolioverkäufe. Nur etwa 50 Banken in Deutschland hielten notleidende Kreditportfolios dieser Größe, so die Studie. Mit der zunehmenden Standardisierung bei der Bewertung der Kredite werden nach Aussagen der Berater aber die Transaktionskosten sinken. Bis 2008 werde die rentable Mindestgröße für Portfolioverkäufe nach der Studie auf 100 Mill. Euro sinken, für einzelne Kredite auf zehn Mill. Euro.

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