Studie
US-Banken haben zu kleine Liquiditätspuffer

Auch US-Banken wollen Erleichterungen bei den umstrittenen Liquiditätsregeln. Einer Studie zufolge haben die Kreditinstitute Nachholbedarf bei ihren Finanzpuffern. Derzeit berät der Baseler Ausschuss über Änderungen.
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LondonAuch die Banken in den USA fordern Erleichterungen bei den umstrittenen verschärften Liquiditätsregeln. Nach einer Studie der Banken-Organisation „The Clearing House“ haben US-Banken bisher nur 80 Prozent des geforderten neuen kurzfristigen Liquiditätspuffers (LCR) aufgebaut. Noch immer fehlten ihnen 840 Milliarden Dollar an flüssigen Mitteln, die sich in einer Krise schnell zu Geld machen ließen, selbst wenn die Märkte austrockneten, heißt es in der am Montag veröffentlichten Studie.

Das seien zwar 700 Millionen Dollar weniger als 2010, doch blieben immer noch acht der elf an der Umfrage beteiligten Institute unterhalb des Grenzwerts, der eigentlich 2015 eingeführt werden soll. Sie halten den Grenzwert für zu hoch und das zugrunde liegende Szenario für unrealistisch.

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, der die LCR vor zwei Jahren festgelegt hatte, berät derzeit über Änderungen an der Kennziffer - oder eine schrittweise Einführung. Die Aufseher aus 27 Ländern konnten sich Kreisen zufolge am Freitag aber nicht auf Erleichterungen einigen. Im neuen Jahr soll ein neuer Anlauf genommen werden.

Ein Dorn im Auge ist den Banken vor allem die Tatsache, dass 60 Prozent der LCR-Reserven in Form erstklassiger Staatsanleihen gehalten werden müssen. Sie und zahlreiche Aufseher plädieren etwa dafür, dass für die LCR auch als sicher geltende Anleihen von Unternehmen angerechnet werden können. Dann würden der Studie zufolge alle elf befragten US-Banken die Kriterien jetzt schon erfüllen.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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