Studie: Viele Übernahmen in diesem Bereich Banken buhlen um vermögende Kunden

Im umkämpften Geschäft mit vermögenden Privatkunden haben Banken nach einer KPMG-Studie ihr Heil im vergangenen Jahr verstärkt in Übernahmen gesucht.

rob/Reuters FRANKFURT/M. Weltweit sei die Zahl der Zukäufe in diesem Bereich 2004 um 26 Prozent gestiegen, heißt es in einer Untersuchung der Beraterfirma. 91 Prozent der Befragten planen demnach in den kommenden drei Jahren weitere Akquisitionen. Befragt wurden 87 Institute.

Der Studie zufolge bevorzugen die Banken weiter Fusionspartner im Inland: 77 Prozent der Transaktionen entfielen auf den jeweiligen Heimatmarkt. Der Anteil grenzüberschreitender Zukäufe sei aber mit 23 Prozent nach zuvor 15 Prozent erstmals seit vier Jahren wieder gestiegen. Aktiv waren 2004 vor allem die Banken in der Region Asien-Pazifik, wo 38 Prozent der Transaktionen stattfanden. Fast gleichauf liegt inzwischen der nordamerikanische Markt. Der Anteil der europäischen Transaktionen im Segment vermögender Privatkunden fiel dagegen zum vierten Mal in Folge und lag bei 22 Prozent des gesamten Volumens.

In Deutschland dürfte der Kauf von Privatbanken durch große Institute weitergehen, stellt Rainer Wilken, Berater bei Cap Gemini Deutschland fest. „Lediglich rund die Hälfte der Vermögensverwalter in Deutschland überschreitet die kritische Größe von zehn Mrd. Euro an verwaltetem Vermögen“, sagt er. Dieses Volumen sei jedoch notwendig, um eine auskömmliche Rendite zu erzielen. Insgesamt gebe es etwa 45 Anbieter in Deutschland.

Die Größenordnung der meisten Fusionen und Übernahmen sei vergleichsweise gering, stellen die KPMG-Experten fest. So habe der Transaktionswert im vergangenen Jahr im Durchschnitt bei 100 Mill. Dollar gelegen. Nur jede siebte Übernahme habe die Marke von 250 Mill. Dollar überstiegen.

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