Swiss Leaks und Steuerhinterziehung
HSBC-Hinweisgeber Falciani bleibt dem Prozess fern

Er war der Tippgeber zu den „Swiss Leaks“ – dem Datenleck, das Hinweise auf Steuerbetrug von Kunden der Genfer HSBC-Filiale lieferte. Nun muss sich Hervé Falciani vor Gericht verantworten. Der Prozess startet ohne ihn.

GenfDer unter anderem wegen Datendiebstahls angeklagte frühere HSBC-Bankangestellte Hervé Falciani ist seinem Prozess erneut ferngeblieben. Das Strafgericht im schweizerischen Bellinzona eröffnete deshalb das Verfahren am Montag in seiner Abwesenheit, wie die Schweizer Nachrichtenagentur SDA berichtete.

Der in Frankreich lebende 43-Jährige war bereits im Oktober nicht zur Prozesseröffnung erschienen und hatte bereits angekündigt, er werde auch zum vertagten Termin nicht in die Schweiz reisen.

Falciani hatte 2007 umfangreiche Kundendaten der Schweizer Tochter der HSBC gestohlen und sie 2009 den französischen Steuerbehörden übergeben. Die Veröffentlichung der Daten erhielt schnell den Namen „Swiss Leaks“. Anhand der Daten konnten weltweit tausende Steuersünder überführt werden.

Der frühere Bankangestellte ist auch wegen Wirtschaftsspionage und Bruch des Bankgeheimnisses angeklagt. Die ersten Zeugen im Prozess gegen ihn sollen ab Dienstag gehört werden. Die Ermittlungen der Schweiz gegen die HSBC-Tochter wurden im Juni nach Vereinbarung einer Millionenzahlung eingestellt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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