Systemrelevanz: Wie Großbanken künftig gebändigt werden

Systemrelevanz
Wie Großbanken künftig gebändigt werden

Um zu verhindern, dass globale Institute das Bankensystem ins Wanken bringen, sollen diese zusätzliche Auflagen erfüllen. Nun sind sich die Bankenaufseher über die Kriterien für eine Systemrelevanz einig geworden.
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FrankfurtEine schärfere Regulierung für weltweit vernetzte Großbanken rückt näher. Wie ein Sprecher der deutschen BaFin am Montag dem Handelsblatt mitteilte, haben sich die weltweit wichtigsten Bankenaufseher im Baseler Ausschuss auf eine Methode verständigt, nach der bestimmt werden soll, welche Institute auf welche Weise stärker an die Kandare genommen werden sollen.

Es geht um bis zu 30 Banken, deren Zusammenbruch das weltweite Finanzsystem ins Wanken bringen könnte. Der Umgang mit diesen sogenannten „systemrelevanten Banken“ ist einer der letzten offenen Punkte in der neuen Banken-Regulierung „Basel III“.  Wie sie bestimmt werden sollen, ist umstritten.

Die Aufseher haben nun fünf Kriterien dafür ausgemacht, darunter ihre Größe. In Finanzkreisen hieß es, die Aufseher seien sich nun im Klaren, wie viele Banken danach als systemrelevant einzustufen seien. Eine Lösung soll spätestens im Herbst stehen, eine Liste dieser Banken noch im ersten Halbjahr erstellt werden.

Finanzkreisen zufolge will sich auch der Finanzstabilitätsrat (FSB) unter Führung von EZB-Ratsmitglied Mario Draghi in dieser Woche mit der Frage der Systemrelevanz beschäftigen.  Klar ist nach BaFin-Angaben auch, dass die systemrelevanten Banken nicht nur mit höheren Eigenkapitalanforderungen gebremst werden sollen. „Die Tendenz geht zu einer umfassenden Aufsicht. Es geht nicht nur um zusätzliche Kapitalpuffer“, betonte der Sprecher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn.

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