Tagung „Banken im Umbruch“ Francioni bekräftigt Fusionsplan

Der Chef der Deutschen Börse, Reto Francioni, hat den Anspruch seines Unternehmens, mit der Vierländerbörse Euronext zu einer europäischen Institution zu fusionieren, untermauert.

HB FRANKFURT. „Die Attraktivität des Vorschlags der Deutschen Börse für einen Zusammenschlag liegt weit über dem Vorschlag der New York Stock Exchange“, sagte Francioni am Donnerstag auf dem Handelsblatt-Bankengipfel in Frankfurt. Francioni betonte gleichzeitig, eine Konsolidierung in Europa sei zwar wünschenswert, aber nicht zwingend. Die Deutsche Börse sei auch für sich konkurrenzfähig. Er wies jedoch nochmals auf die Vorteile einer europäischen Lösung hin: Die Kosten für den Wertpapierhandel würden sinken, und die EU-Länder behielten die Kontrolle über ihre Finanzmärkte. Außerdem könne eine europäische Großbörse den Bedürfnissen ihrer Kunden besser entgegenkommen.

Eine transatlantische Fusion bringe zudem keinen Beitrag zur Integration der Finanzmärkte in Europa, so Francioni. Er forderte die Euronext-Führung auf, ihren Aktionären bei der Hauptversammlung im Dezember neben dem US-Angebot auch sein Modell für einen Zusammenschluss vorzulegen.

Das Übernahmeangebot aus Frankfurt ist nach derzeitigen Wechsel- und Börsenkursen rund eine Mrd. Euro mehr wert als das der Nyse. Anders als das US-Angebot berücksichtige sein Vorschlag für einen Zusammenschluss zwischen Deutscher Börse und Euronext das bestehende Marktgefüge, sagte Francioni. Er wolle mit den Euronext-Partnern so zusammenarbeiten, dass deren Interessen gewahrt blieben.

Euronext ist ein Zusammenschluss der Börsen Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon. Sowohl die New York Stock Exchange als auch die Deutsche Börse wollen mit der Euronext verschmelzen. Anfang Juni entschied sich Euronext-Chef Jean-François Théodore für das Angebot der Amerikaner.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%