Tagung „Banken im Umbruch“ Steinbrück lobt Beteiligungsfonds

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat auf der Handelsblatt-Jahrestagung „Banken im Umbruch“ eine Lanze für Private Equity, für außerbörsliches Beteiligungskapital, gebrochen.
  • Frank Matthias Drost und Finn Mayer-Kuckuk

BERLIN/FRANKFURT. „Zu einem leistungsfähigen Finanzstandort gehört eine aktive Private-Equity-Branche. Wir wollen ab 2008 attraktive Rahmenbedingungen für die deutsche Private-Equity-Branche auf den Weg bringen“, erklärte Steinbrück am Donnerstag in Frankfurt.

Privates Beteiligungskapital werde in den kommenden Jahren sowohl für den Mittelstand als auch für große Unternehmen noch erheblich an Bedeutung zunehmen. Wagniskapital komme dabei eine besondere Bedeutung zu.

Diese Klarstellung zum Thema Private Equity war seitens des Bundesfinanzministeriums (BMF) nötig. Denn bislang dominieren immer noch die Heuschrecken-Argumente, die Arbeitsminister Franz Müntefering im vergangenen Jahr lanciert hatte. Zudem war nicht klar, ob das Bundeswirtschaftsministerium und das BMF an einem Strang ziehen: Das Wirtschaftsministerium setzt klar auf die Förderung von Beteiligungskapital. Auf der Tagung machte Steinbrück nun deutlich, dass er am Koalitionsvertrag festhalten will. Dieser sieht vor, das bestehende Gesetz über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften zu einem Standortgesetz für Private Equity auszubauen.

Erklärtes Ziel von Steinbrück ist es auch, den Anteil der Private Public Partnerships (PPP) an der Finanzierung öffentlicher Investitionen zu erhöhen. Machen PPP bislang etwa vier Prozent an den öffentlichen Investitionen aus, so soll dieser Anteil langfrisitg auf 15 Prozent angehoben werden. Als Vehikel sollen dabei neue „Infrastrukturfonds“ eingeführt werden.

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