Tarifeinigung
Weniger Arbeit und doch mehr Geld für Postbanker

Verdi war erfolgreich: Für Angestellte der Postbank und Subunternehmer gibt es jetzt mehr Geld. Auch weitere Regelungen, die aus der Übernahme durch die Deutsche Bank rührten und viele Arbeitnehmer störten, sind gekippt.
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FrankfurtKnapp 5000 Beschäftigte im Postbank-Konzern bekommen mehr Geld. Das teilten die Gewerkschaft Verdi und Personalvorstand Ralf Stemmer am Donnerstag zum Abschluss der Tarifverhandlungen mit. Demnach gibt es eine Gehaltserhöhung um insgesamt 4,5 Prozent in zwei Schritten: Die Löhne steigen rückwirkend zum 1. Juli 2014 um 2,4 Prozent, eine weitere lineare Erhöhung um 2,1 Prozent gibt es dann zum 1. Juli 2015. Die Ausbildungsvergütungen werden ebenfalls angehoben.

Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 22 Monaten bis zum 30. April 2016. Er gilt für Beschäftigte bei der Deutschen Postbank AG, der Postbank Firmenkunden AG, der BCB AG, der PB Direkt GmbH, der BHW KSG sowie der Postbank Service GmbH. Für die Servicegesellschaften konnte Verdi einen weiteren Punkt durchboxen: Künftig werden den Mitarbeitern nicht mehr pauschal zehn Minuten pro Tag von ihren Arbeitszeitkonten abgezogen.

Diese Regelung war im Zuge der Übernahme durch die Deutsche Bank im Streit um Wochenarbeitszeit und Urlaubstage eingeführt worden, bei den Angestellten aber höchst umstritten. Verdi-Verhandlungsführer Christoph Meister lobte das Ergebnis: „Das bedeutet, dass 4300 Beschäftigte 50 Minuten pro Woche weniger arbeiten müssen.“

Postbank-Vorstand Stemmer sprach von einem ausgewogenen Kompromiss. Die Arbeitgeberseite dringt allerdings darauf, dass eine Kompensation für den Wegfall gefunden wird. Von einer endgültigen Streichung der Minusbuchung könne also noch keine Rede sein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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