Tauschgeschäft Blackrock Global Investors wird weltgrößter Asset Manager

Die britische Großbank Barclays hat mit einem Tauschgeschäft den Weg für den weltgrößten Asset Manager freigemacht. Barclays nehme das Angebot der US-Investfirma Blackrock an und verkaufe ihr ihre Tochter Barclays Global Investors (BGI). Das teilten die Briten am Dienstagabend in London zwei Tage vor Ablauf eines Ultimatums mit.
Blackrock-Zentrale in New York. Dank Barcleys bald die größte Investmentbank der Welt. Quelle: ap

Blackrock-Zentrale in New York. Dank Barcleys bald die größte Investmentbank der Welt.

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HB LONDON. Barclays wird im Gegenzug Großaktionär bei der neuen BlackRock Global Investors mit Sitz in New York. Das Tauschgeschäft ist auch für die 410 BGI-Mitarbeiter lukrativ: Sie erhalten durch den Deal 380 Mio. Pfund (450 Mio Euro).

Die BGI-Mitarbeiter hatten zuvor über einen Bonusplan Aktien und Aktienoptionen an ihrem Unternehmen erhalten. Allein Barclays - Präsident Robert Diamond bekommt 22 Million Pfund (26 Mio Euro). Er hatte das Geschäft als "aufregende Möglichkeit" für Barclays und BlackRock Global Investors gepriesen.

Eine Hürde für den Verkauf war zunächst der BGI-Fondsspezialist iShares, der Bestandteil des BlackRock-Deals ist. Die Briten hatten diese Tochter jedoch an die luxemburgische Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners in einer Kaufabsicht unter Vorbehalt veräußert. Die Luxemburger sollte eigentlich bis Donnerstag Zeit bekommen, ihr Angebot nachzubessern. Barclays zahlt den Luxemburgern nun aber 175 Mio. Dollar (127 Mio Euro) Vertragsstrafe.

BlackRock hatte Barclays 13,5 Mrd. Dollar (9,8 Mrd Euro) angeboten. Die eine Hälfte soll in bar fließen, die andere im Umfang von etwa 19,9 Prozent BlackRock-Aktien. Die Barclays-Aktionäre müssen dem Tauschgeschäft noch auf einer Hauptversammlung im August zustimmen. BlackRock verwaltet dann mehr als 2,8 Billionen Dollar (2 Billionen Euro) Vermögen.

Barclays hatte bisher keine Staatshilfen in Anspruch genommen, anders als viele seiner Konkurrenten. Durch das Tauschgeschäft erhält Barclays dringend benötigtes frisches Kapital. Bisher nahmen die Royal Bank of Scotland, die Halifax Bank of Scotland und Lloyds TSB insgesamt 37 Mrd. Pfund (43 Mrd Euro) in Anspruch.

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