Teilverstaatlichte Bank
Belgien verkauft Anteile an BNP Paribas Fortis

Der belgische Staat steigt wieder bei der Bank Fortis aus, der er in der Finanzkrise unter die Arme gegriffen hatte. Damit soll die Verschuldung von Belgien sinken.
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BrüsselDer hoch verschuldete belgische Staat bessert seinen Haushalt mit dem Verkauf weiterer Reste des zerschlagenen Finanzkonzerns Fortis auf. Die Regierung habe beschlossen, ihren Anteil von 25 Prozent an der Bank BNP Paribas Fortis an deren Hauptaktionär, die französische Großbank BNP Paribas zu verkaufen. Das teilten die Regierung und BNP Paribas am Mittwochabend in einer gemeinsamen Erklärung in Brüssel mit. Die Transaktion werde dem belgischen Staat 3,25 Milliarden Euro einbringen.

Nach dem Abschluss der Transaktion hat der Staat nach eigenen Angaben rund 900 Millionen Euro Gewinn erzielt. Mit dem Verkauf will Belgien seine öffentliche Verschuldung verringern und unter die wichtige Marke von 100 Prozent der Wirtschaftsleistung drücken. Der Schritt werde „dem belgischen Staat helfen, seine Ziele in Bezug auf die Staatsverschuldung zu erreichen“, begründete Belgiens Premier Elio Di Rupo den Schritt. BNP Paribas werde künftig Alleineigentümer sein.

Bereits im April hatte die belgische Regierung beschlossen, die Fortis-Auffangbank („Bad Bank“) namens Royal Park Investment für eine Milliarde Euro an die Investmentgesellschaft Lone Star zu verkaufen.

Die belgisch-niederländische Fortis-Gruppe war 2008 in der Finanzkrise ins Taumeln geraten und wurde teilweise verstaatlicht und aufgespalten. Der belgische Staat steckte 2,35 Milliarden Euro in die Rettung der Bank und übernahm einen 25-prozentigen Anteil an Fortis, um den Zusammenbruch des Finanzkonzerns zu verhindern. 2009 stieg BNP Paribas ein und benannte die ehemalige Fortis Bank Belgium um.

Die Kernkapitalquote von BNP sinke mit dem Geschäft um einen halben Prozentpunkt, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung von BNP und der Regierung. Der Gewinn je Aktie steige um drei Prozent. BNP Paribas hält bislang 75 Prozent an Fortis.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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