Teldafax-Connection Kunden sind empört über Verivox

In der Strombranche schlug die Meldung ein wie ein Blitz: Das vermeintlich unabhängige Internetportal Verivox soll mit dem Skandalanbieter Teldafax gemeinsame Sache gemacht haben. Nun drohen Konsequenzen.
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Der Vergleichsdienst Verivox soll nach Aussagen von Insidern den heute insolventen Stromanbieter Teldafax über die Preisstrategie der Konkurrenz informiert haben. Quelle: dpa

Der Vergleichsdienst Verivox soll nach Aussagen von Insidern den heute insolventen Stromanbieter Teldafax über die Preisstrategie der Konkurrenz informiert haben.

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HeidelbergStromanbieter und Verbraucherschützer kritisieren das Vergleichsportal Verivox heftig. Wie das Handelsblatt am Freitag berichtete, soll Verivox nach Aussagen von Insidern den heute insolventen Stromanbieter Teldafax über die Preisstrategie der Konkurrenz informiert haben. Als Gegenleistung soll Verivox von Teldafax ungewöhnlich hohe Provisionen kassiert haben. Verivox ist mit monatlich mehr als vier Millionen Besuchern auf seiner Internetseite eines der größten Vergleichsportale. Das Portal wirbt damit, unabhängig und neutral zu sein. Nun ist die Energiebranche in Aufruhr.

„Ich bin entsetzt und enttäuscht“, sagt Robert Mundt, Gründer und Vorstandschef von Flexstrom. „Verivox wurde von der Stiftung Warentest noch kürzlich mit ‚sehr gut’ ausgezeichnet. Dieser Fall zeigt, dass im Namen des Verbraucherschutzes oft intransparent gearbeitet wird. Hier muss sich dringend etwas ändern!“ Flexstrom werde nun viele unbequeme Fragen stellen.

Verivox bestreitet die Weitergabe von Daten. Über die Höhe der von Teldafax erhaltenen Provisionen wollte das Unternehmen aber auf Nachfrage keine Angaben machen. Dies sei Geschäftsgeheimnis.
Doch die Anbieter auf dem hart umkämpften Strommarkt wollen sich damit nicht abspeisen lassen und fordern ein Umdenken bei den Vergleichsportalen. „Wir haben bereits vor Monaten vor einer Fehlentwicklung gewarnt“, sagt Thomas Mecke, Vorsitzender der Geschäftsführung von Lekker Energie. Aspekte wie Kundenzufriedenheit, Sicherheit, Service und Vertragsbedingungen würden von den Vergleichsportalen zu wenig berücksichtigt Mecke: „Die Portale liefern den Stromanbietern vor allem Anreize, allein den Preis zu optimieren. Das muss sich ändern.“

Verbraucherschützer monieren, die Nutzer der Vergleichsportale wüssten gar nicht, dass die Portale für jeden vermittelten Kunden Provisionen von den Stromanbietern kassieren. „Vor allem ist nicht klar, dass die Unternehmen den Portalen unterschiedliche Provisionen zahlen und dass Anbieter, die keine Provisionen zahlen, in den Ranglisten gar nicht auftauchen“, sagt Holger Krawinkel, Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen. Hier sei mehr Ehrlichkeit nötig.

Verivox könnte die gesamte Branche schädigen
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22 Kommentare zu "Teldafax-Connection: Kunden sind empört über Verivox"

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  • Diese Vergleichsportale bringen naturgemäß den Nachteil mit, dass die billigen Anbieter ganz oben stehen und jemand mit etwas höheren Preisen kaum Chancen auf Wechsler hat.

    Wenn da Dumpingpreise genannt werden, dann muss man einfach damit rechnen, dass entweder das Unternehmen in die Pleite geht und ggf. noch eine Zeit wie ein Ponzi-Schema durch neue Vorleistungen funktioniert (wie Teldafax), oder dass es unseriöse Abzocke betreibt, durch inkorrekte Abrechnungen, durch Knebelverträge und rasch folgende, extrem hohe Preissteigerungen, durch Nichtauszahlung von Boni und Vorleistungen oder durch Inkasso-Kostenschinderei, wenn man mal eine Abbuchung fehlschägt.

    Im Moment ist es wirklich vernünftig, zu einem Ökostromanbieter zu gehen - die sind kaum teuerer als die Standardanbieter. Zwar nicht billig, aber stabil, und man kann mit seinem Geld etwas bewirken.

  • Proenergie Fernsehbericht 18.01.2012

    das sagt mehr als jedes geschriebene Wort
    gruss EXVP

  • Ohne-Worte sollte vielleicht mal hier nachlesen:
    http://www.strom-magazin.de/forum/board-andere-stromanbieter/thread-proenergie-ein-stromlieferant-1162-page-3.html
    Dann ist er wahrscheinlich wirklich ohne Worte!

  • Ja leider und Herr Larzarevski hat alle Kunden an anderes Unternehmen verkauft(Firstcon) zockt die eigenen Mitarbeiter ab( Zahlt seit Monaten keine Provisionen ) und hat den Seriös Arbeiten GF Werner Rausch ebenso abgezockt und rausgeekelt.Herr Larzarevski hat bis jetzt alle Gerichtsprozesse gegen Ihn und andere VP verloren und es kommen noch einige Prozesse auf ihn zu.Ebenso kann man den Strom direkt bei Energen Sued beziehen.(1-2 cent billiger udn die 100 € sind Genossenschaftsanteil) nicht so wie Herr Larzarevski der mit fast 1 Mio Sicherheitsgelder Termin Geschäfte macht und es sich gut gehen läßt.Aber das hat er schon in anderen Unternehmen so gemacht und er hat die selben Methoden angewandt wie Teldafax (er war dort Strucki)
    Aber mehr als Reden kann er nicht.
    Schade um alle ehrlichen Leute in der Branche die er damit in Veruf bringt und die ehrlichen Mitarbeiter die auf Ihr Geld warten können teilweise Insolvenz machen da laufende Kosten nicht gedeckt werden , aber Herr Larzarevski fährt nen Oberklasse Wagen von VW.
    Also keine Geschäfte mit Pro Energie oder firstcon
    So sieht dann das knallerangebot zum halten der VP aus:
    Beachten Sie bitte, dass Sie ohne Teilnahme an diesem Webinar erst einmal keinen Strom mehr verkaufen können, denn auch die alten Anträge und Rechner werden neu herausgegeben.
    Wir haben uns für Sie an „Kopf und Gliedern“ erneuert und freuen uns, mit Ihnen gemeinsam in der Zukunft große Erfolge und Millionen von KWh einfahren zu können.
    Alle VPs, die sich loyal zum Unternehmen und unseren Kunden verhalten haben, werden zukünftig stark davon profitieren! Lassen Sie sich positiv überraschen!
    In Erwartung Ihrer Teilnahme verbleibe wir, mit energiegeladenen Grüßen
    Tommy Lazarevski

    Geschäftsführer / Vertriebsleitung
    Hildesheimer Str.126
    30880 Laatzen
    Telefon 0511-8790929
    Mobil:0177-8501122
    Ruft Ihn mal AN
    ein EX VP

  • die kritik bestht zu recht.
    ich stand schon länger verivox kritscih gegenüber.
    das hab ich denen in mehreren mails erläutert.
    es kamen nur schwammige antworten am thema vorbei.
    dass hat mich so stutzig gemacht, dass ich massiv nachhakte. daraufhin hat man mir geantwortet,
    näheres zum anbieter dürfe man nicht sagen um
    neutral zubleiben. die zugesandten anträge von
    verivox für teldafax hab ich in den papierkorb geworfen.
    ein gute entscheidung.war schon immer meine überlegung:
    wer testet die tester. überal das gleiche: der lockruf
    des geldes ist unüberhör, schade dass es immer um
    unser geld geht....

  • Wer sich per Vorkasse mit windigen Anbietern wie Teldafax einläßt, hat selber Schuld. Das Fall Verivox zeigt aber auch, das es keine unabhängigen Vergleichsportale gibt.

  • Sorry! Die Adresse war wohl zu lang. Hier in kurz:

    http://goo.gl/g9ONf

  • Der Artikel behauptet, es würden nur Anbieter angezeigt, die Provision zahlen.

    Die Wahrheit sieht anderes aus. Beispiel gefällig?

    http://www.verivox.de/power/calculator.aspx?VXVS=437f494b-0139-43d9-8bf8-b699614b6dae&__VIEWSTATE=&customer=1&plz=97907&ctl00_ctl00_ContentPlaceHolderProductMaster_ContentPlaceHolderContent_powerCalc__inputBox_postcodeAndLocation_paola__indicator=5|97907&usage=4000&cl=24&pgMonth=12&ecoSwitch=|&okoFilter=1&certSwitch=|1&CertTUEV=1&CertSilber=1&CertOK=1&CertGold=1&ctl00%24ctl00%24ContentPlaceHolderProductMaster%24ContentPlaceHolderContent%24powerCalc%24_inputBox%24details=|dummy&cancel=0&percentageNT=0&cdtn=2&ptf=1&rt=1&ctl00%24ctl00%24ContentPlaceHolderProductMaster%24ContentPlaceHolderContent%24powerCalc%24calcSubmit=Tarife+neu+berechnen&ctl00%24ctl00%24ContentPlaceHolderProductMaster%24ContentPlaceHolderContent%24powerCalc%24calcOut%24legend%24ctl00%24ctl01%24pageSize%24pageSize=20&__EVENTTARGET=&__EVENTARGUMENT=&__EVENTVALIDATION=%2FwEWDgL%2BraDpAgKEwYvyBALG9c6wAQKv95OtDALxxpDGBQLl273tCwL3sMLRBALbvt%2FPCgLOgv82As%2BE95MFAtmogLMPAtmo%2FLIPAvyD1YEMAuioyNoHGPMmUmBeWTiuqzQIX2i1%2BM16szI%3D

  • Finde es interessant, dass Banken alle Provisionen gesetzliche vorgeschrieben offenlegen müssen, damit der Verbraucher eine Chance hat zu erkennen, ob eine Vermittlungsempfehlung evtl. provisionsgetrieben ist.

    Bei einem Vergleichsportal ist es aber bis jetzt rechtlich einwandfrei, dass Provisionen nicht offengelegt werden bzw. sogar noch nicht mals angegeben wird, dass überhaupt Provisionen fliessen.

    Bei der Bank ist, so glaube ich, jedem klar, dass dort Vermittlungprovisionen gezahlt werden. Bei einem Vergleichsportal ist dies meines Erachtens nach nicht so offensichtlich. Hier sollte rechtlich bzw. auch gerne freiwillig die Offenlegung der Provision genaus grundsätzlich erfolgen - und zwar bei allen Vergleichsportalen.




  • Zitat: "Aspekte wie Kundenzufriedenheit, Sicherheit, Service und Vertragsbedingungen würden von den Vergleichsportalen zu wenig berücksichtigt".

    Die vorgenannten Kriterien müssen grundsätzlich von allen Anbietern erzwungen werden. Sie sind Vertragsgrundlage und keine Verhandlungssachen. Anbieter, die Mindestanforderungen wie z. Bsp. Versorgungssicherheit nicht garantieren, sind aus dem Markt zu treten - hart und mitleidlos. Den Endkunden darf keine Optimierung aus einem multivalenten Kriterien-Wirrwarr zugemutet werden. Hinter der Preisofferte muss eine akzeptable Leistungsofferte stehen. Overdressing einerseits oder Schlechtleistung andererseits wünscht der Kunde nicht. Er sollte König sein. Verivox hat ihn aber lt. Berichtslage zum "dummen August" gemacht und sollte deshalb am Markt durch ein solides Unternehmen schnellstmöglich ersetzt werden.

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