Tochtergesellschaften verkauft Deutsche Bank zieht sich aus weiteren Steueroasen zurück

Steueroasen sind der Politik schon lange ein Dorn im Auge. Die Deutsche Bank hat einige ihrer Tochtergesellschaften, die in solchen Staaten operieren, verkauft.
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Die Insel im Ärmelkanal ist kein Teil des Vereinigten Königreichs, sondern als „Bailiwick of Jersey“ direkter Besitz der britischen Krone. Quelle: obs
Steueroase Jersey

Die Insel im Ärmelkanal ist kein Teil des Vereinigten Königreichs, sondern als „Bailiwick of Jersey“ direkter Besitz der britischen Krone.

(Foto: obs)

FrankfurtDie Deutsche Bank hat weitere Tochtergesellschaften in sogenannten Steueroasen verkauft. Wie der Käufer, das auf den Bermudas ansässige Finanzinstitut N.T. Butterfield & Son, am Donnerstag mitteilte, geht es um das von der Deutschen Bank bislang für wohlhabende Privatkunden auf den Cayman-Inseln und den beiden Kanal-Inseln Jersey und Guernsey unterhalte Bank- und Wertpapierverwahrgeschäft. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die 120 betroffenen Mitarbeiter der Deutschen Bank will Butterfield großteils weiterbeschäftigen.

Das größte deutsche Geldhaus will sich schrittweise aus einem Teil von als Steueroasen geltenden Ländern zurückziehen. Bereits 2017 hatte die Bank einen Teil ihres Geschäfts mit sogenannten „Trusts“ an Butterfield verkauft – etwa 900 Trusts für rund 1000 reiche Privatkunden, verwaltet auf den Cayman Inseln, auf Guernsey und Mauritius, in der Schweiz und dem Stadtstaat Singapur. Trusts sind nach angelsächsischem Recht erlaubte Firmenkonstruktionen, die oft eingesetzt werden, um große Vermögen zu verwalten und dabei Steuern zu sparen.

Butterfield ist seit mehr als einem halben Jahrhundert in Offshore-Steuergebieten wie den Caymans oder den Kanalinseln tätig. Auf diesen haben sich wegen der laxen Steuergesetze zahlreiche Vermögensverwalter, Hedgefonds, Banken und andere Spieler der Finanzwirtschaft angesiedelt. Der Politik ist das schon seit Jahren ein Dorn im Auge.

  • rtr
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