Traditionsbank in der Krise
Ex-Manager von Monte dei Paschi müssen vor Gericht

Medienberichten zufolge wurden mehrere frühere Manager der italienischen Problembank Monte dei Paschi angeklagt – ihnen werden Bilanzfälschungen und Behinderungen bei der Bankenaufsicht vorgeworfen.

RomWegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei der italienischen Problembank Monte dei Paschi di Siena (MPS) müssen sich laut italienischen Medienberichten 13 frühere Bankmanager vor Gericht verantworten. Mitangeklagt seien außerdem die Deutsche Bank AG, ihre Londoner Filiale sowie die japanische Bank Nomura International Plc, berichteten italienische Medien. „Wir werden uns vor Gericht dazu äußern und nehmen heute keine Stellung dazu“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank am Sonntag.

Unter den italienischen Ex-Managern sind den Berichten zufolge der frühere MPS-Präsident Giuseppe Mussari, der frühere Generaldirektor Antonio Vigni und der Ex-Finanzchef Gian Luca Baldassari. Ein Mailänder Untersuchungsrichter habe die Eröffnung des Verfahrens beschlossen, das am 15. Dezember beginnen solle, meldete die Nachrichtenagentur Ansa.

Die Vorwürfe lauteten unter anderem auf Bilanzfälschungen sowie auf Behinderung der Bankenaufsicht. Hintergrund ist die Übernahme der Bank Antonveneta durch MPS im Jahr 2008. MPS, die älteste Bank der Welt, kämpft seit langem mit großen Problemen. Ende Juli hatte sie beim europäischen Stresstest das schlechteste Ergebnis aller Institute hinnehmen müssen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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