Transaktionssteuer
Bankier von Metzler kritisiert Regulierungsbemühungen

Friedrich von Metzler hat die geplante Einführung einer Börsentransaktionssteuer kritisiert. Im Zweifel schade eine solche Steuer mehr, als das sie nützt . So gingen  etwa zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland verloren.
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Frankfurt „Ich habe das Gefühl, dass diese Steuer nichts mehr ist als eine fixe Idee, die nur einem einzigen Grund dient – nämlich zu demonstrieren, dass die Politik etwas tut, weil von ihr erwartet wird, etwas tun zu müssen“, sagte der Frankfurter Bankier im Gespräch mit dem Handelsblatt. Im Zweifel schade eine solche Steuer mehr, als das sie nützt. So gingen etwa zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland verloren. Politiker verschiedener Parteien hatten in den vergangenen Wochen mehrfach die Einführung einer Börsenumsatzsteuer gefordert, mit der sie Spekulationen begrenzen wollen.

In der Diskussion um mögliche Regulierungsvorhaben der Staaten mahnt von Metzler insgesamt zu mehr Besonnenheit. „Wir neigen in der Debatte zu Übertreibungen, das verstellt uns zuweilen aber den Blick auf das Wesentliche“, sagte von Metzler. „Wir brauchen wieder mehr Redlichkeit im Umgang miteinander“.

Anlegern empfiehlt von Metzler, sich trotz der großen Schwankungen an den Börsen deutsche Aktien zu kaufen. „Wir haben sehr gute Unternehmen, mit sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern, die sehr gute Produkte herstellen“, sagte von Metzler. Wer Aktien kaufe, investiere sein Geld in Produktivvermögen. Langfristig betrachtet seien sie eine sehr solide und rentable Anlageform.

Weit weniger hält der Privatbankier von Gold. „Gold hat keinen fairen Wert; es ist im Grunde überflüssig, für viele Anleger aber psychologisch wichtig“, sagte von Metzler.

Christian Panster
Christian Panster
Handelsblatt Online / Ressortleiter Finanzen
Robert Landgraf
Robert Landgraf
Handelsblatt / Chefkorrespondent Finanzmärkte

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  • Furchtbare Einstellung - es muss etwas gegen die Machenschaften der Finanzmärkte getan werden und das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung!

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