„Transparenzoffensive“ Bundesbank zeigt einen Teil ihres Goldschatzes

Die Bundesbank macht der Öffentlichkeit einen Teil ihres Goldschatzes zugänglich. Seltene Barren und Münzen werden im hauseigenen Geldmuseum gezeigt.
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Im hauseigenen Geldmuseum werden Goldbarren und seltene Goldmünzen präsentiert. Quelle: dpa
Goldreserven

Im hauseigenen Geldmuseum werden Goldbarren und seltene Goldmünzen präsentiert.

(Foto: dpa)

FrankfurtGut sieben Monate nach Ende der Verlagerung von Goldreserven aus dem Ausland präsentiert die Bundesbank erstmals einen Teil ihres Schatzes der Öffentlichkeit. „Kaum ein Thema erfreut sich in der Bevölkerung eines größeren Interesses als Gold“, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele am Dienstag in Frankfurt. Im Geldmuseum der Notenbank werden ab Mittwoch acht besonders interessante Barren sowie seltene Münzen gezeigt. Darunter befindet sich einer der ältesten Goldbarren der deutschen Währungsreserven, der im Jahr 1917 in London gegossen wurde.

„Die Ausstellung rundet die Transparenzoffensive der Bundesbank zum Gold ab“, sagte Thiele. Nach öffentlichem Druck hatte die Notenbank 2013 das Ziel ausgegeben, mindestens die Hälfte des deutschen Schatzes in eigenen Tresoren im Inland aufzubewahren. Jahr für Jahr wurden Hunderte Barren aus den Tresoren der US-Notenbank Fed in New York und der Banque de France in Paris nach Frankfurt gebracht.

Im vergangenen August wurde die Verlagerung geschlossen. Gut die Hälfte der deutschen Goldreserven von derzeit insgesamt 3374 Tonnen (Stand: Ende 2017) wird auf dem Gelände der Bundesbank in Frankfurt aufbewahrt. Ein Teil lagert weiter in New York und London. Im Fall einer extremen Krise könnte dort Gold gegen Dollar getauscht werden. London ist der größte Handelsplatz für das Edelmetall, der US-Dollar die wichtigste internationale Reservewährung.

Die Sonderausstellung „Gold. Schätze in der Deutschen Bundesbank“ ist vom 11. April bis 30. September 2018 im Geldmuseum der Bundesbank zu sehen.

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  • Die Bundesbank muß dafür sorgen, daß nie alles Gold auf einem Platz ist, wäre das so, müßte die Bank einen Spiegelsaal haben.

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