Trotz Hoeneß-Prozess
Hypovereinsbank steht zu Partnerschaft mit dem FC Bayern

Seit elf Jahren ist die Hypovereinsbank mehr als nur ein Sponsor des FC Bayern, sie gibt unter anderem auch Kreditkarten an Bayernfans aus. Der Prozess um Uli Hoeneß belaste diese Beziehung nicht, sagt der Bankchef.
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MünchenDie Hypovereinsbank (HVB) steht trotz des Prozesses gegen FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß zu ihrer Partnerschaft mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister. „Ich gehe keine Nanosekunde davon aus, dass das Verhältnis zwischen dem FC Bayern und uns durch die Causa Hoeneß in welcher Weise auch immer beeinflusst wird“, sagte HVB-Chef Theodor Weimer am Mittwoch in München. Die HVB arbeitet seit elf Jahren mit dem FC Bayern zusammen, die Partnerschaft wurde 2012 um drei Jahre verlängert. Das Geldhaus ist nicht nur Sponsor des Vereins, sondern bietet auch Sparkarten und Kreditkarten für Bayern-Fans an.

Die HypoVereinsbank verdiene mit der Kooperation Geld, sagte Weimer. „Wir wissen, dass andere Banken diese Partnerschaften gerne hätten. Ich würde das mit Zähnen und Klauen verteidigen.“ Hoeneß hat gestanden, riskante Finanzgeschäfte in der Schweiz gemacht und diese in Deutschland nicht versteuert zu haben. Er werde Hoeneß deshalb nicht kritisieren, machte Weimer deutlich – und zitierte die Bibel: Wer ohne Sünde sei, der werfe den ersten Stein. „Ich werde weder den ersten noch den letzten Stein werfen – das steht mir nicht an“, sagte der HVB-Chef.

„Heißt das jetzt, dass sie auch Steuern hinterzogen haben?“, wollte ein Journalist daraufhin wissen. „Das ist die folgerichtige Frage“, entgegnete Weimer. „Ich denke nicht, dass ich Steuern hinterzogen habe. Gleichwohl ist das Steuerrecht ein kompliziertes, wie wir alle wissen.“ Den HVB-Chef stört es vor allem, dass der Prozess gegen Hoeneß in der Öffentlichkeit so hohe Wellen schlägt. „Es ist schon unglaublich, mit welcher Sensationslust das Thema bespielt wird“, sagte Weimer. „Ich finde das einfach nicht gut.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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