Trotz Krisenjahr
DVAG schafft Rekordergebnis

Die Deutsche Vermögensberatung hat 2011 ein Rekordergebnis eingefahren. Der Allfinanzvertrieb punktete im Krisenjahr bei vielen Privatkunden, die sich eine intensive Beratung wünschten.
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FrankfurtDie Euro-Schuldenkrise hat der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) 2011 in die Hände gespielt. Weil viele Privatanleger verunsichert waren und eine intensivere Beratung wünschten, florierten die Geschäfte des Finanzvertriebs. Der Überschuss kletterte um 14 Prozent auf 171 Millionen Euro und erreichte damit eine Rekordmarke, wie die DVAG am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Kunden stieg um sieben Prozent auf 5,9 Millionen. 2012 dürfte die Nachfrage hoch bleiben, erklärte Gründer und Vorstandschef Reinfried Pohl.

Die DVAG ist der größte deutsche Allfinanzvertrieb. Die Firma hat exklusive Vertriebspartnerschaften etwa mit Generali bei Versicherungen und mit der Deutsche-Bank-Tochter DWS bei Investmentfonds. Das Geschäft läuft über freie Handelsvertreter, die von den Provisionen leben. Das macht den Abschluss für die Kunden zwar teurer, als wenn sie die Versicherungen und Fondsprodukte direkt von den Anbietern kaufen würden. Dafür bekommen sie aber auch eine Rundum-Beratung, argumentieren DVAG und Konkurrenten wie MLP oder AWD.

Kritiker halten dagegen, die Provisionen gäben den Vertretern falsche Anreize. So geriet die DVAG unlängst mit einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) in die Schlagzeilen. Der BGH hatte entschieden, dass Finanzvertriebe für ihre Vertreter haften. Im konkreten Fall muss die DVAG einen Kunden entschädigen, den ihr Vertreter nach eigenem Eingeständnis übers Ohr gehauen hatte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Trotz Krisenjahr: DVAG schafft Rekordergebnis"

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  • Wie schon an anderen Stellen bereits von einigen Personen berichtet, gibt es viele negative Berichte über die DVAG. Der Kunde steht in keinster Weise im Vordergrund, sondern nur der Vermögensberater, der stets versucht, seine ihm zur Verfügung stehenden Policen zu verkaufen. Ob diese für den Kunden geeignet und auch vom Preis bezahlbar sind, lässt sich ganz leicht sagen, wenn jeder einzelne, bevor er einen Versicherungsvertrag bei einem Strukturvertrieb (DVAG,AWD,OVB,MLP) abschließt, diesen mit anderen Anbietern vergleicht, was die allerwenigsten auch machen und sich dann wundern, wenn sie wieder zu wenig in der Portokasse für Lebensmittel übrig haben.

    Es gibt aber ein sehr Ruf schädigendes Wort, was bei den Strukturvertrieben sehr oft angewendet wird, um neue Provisionen und Einheiten zu kassieren. "Umdeckungen" Bei Riester wurde dies bei der DVAG, bei den Tarifen 1RG-3RG in den Tarif 4RG sehr sehr oft durchgeführt, was immer mit deutlichen Nachteilen für den Kunden zur Folge hatte.

    Auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung wurden sogenannte "Umdeckungen" durchgeführt. Kunden, die bereits eine bestehende Berufsunfähigkeitsversicherung haben, sollten sich genau überlegen, ob sie ihre Berufsunfähigkeitsversicherung umdecken, da neue Gesundheitsfragen beantwortet werden müssen. Wenn diese aber lasch beantwortet werden, riskiert man seinen Versicherungsschutz und der Schaden für den Kunden ist um vieles größer. Für den Schaden will dann garantiert keiner haften.

    Alles in allem, sollte sich jeder vorher genauestens informieren, bevor er einen Vertrag unterschreibt.

  • selten soviel quatsch gelesen wie in diesen kommentaren. die fakten scheinen hier nicht zu zählen. wenn das alles so schlecht ist, wieso gewinnt die dvag dann jahr für jahr mehr kunden dazu, die ja ausschließlich anhand von empfehlungen gewonnen werden. die dvag schüttet mehr sonderleistungen an ihre vermögensbareter aus, als die meisten vertriebe an regulären provisionen. und warum verschwinden immer mehr maklervertriebe vom markt, wenn das alles so toll ist. da hat sich wohl jemand den frust übers nicht vorhandene eigene geschäft von der seele geschrieben. ;-)

  • Dass nennt sich dann Einkommensverteilung un d kurbelt die Wirtschaft an.

    Nur eindimensional wie irgendwie möglich. Die mesiten Vermittler arbeiten mit ganz dünnen Promillesätzen und ohne irgenwelche Bestände und dafür erforderiche Bestandsvergütungen.

    Die Vergütungen und der Overhead der Konzerne werden oben abkassiert und dann -siehe oben von VilaVita- von den Initiatoren reinvetiert. Volkswirtschaftlich sinnvoll und dann den Handelsvertretern wieder als "Wir sind die
    Nr. 1" wieder verkauft. Und alle glauben es und wieder ein Jahr der Rekorde.
    Mir_reichts hat's kapiert.

    Also nix P..f - Vila Vita u.a.-

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