Trotz Schiffkrise
NordLB erwartet 2013 Gewinn

Überkapazitäten und hohe Spritpreise machen der Schifffahrt zu schaffen. Darunter leidet das Finanzierungsgeschäft der NordLB. Trotzdem erwartet die Bank 2013 ein passables Ergebnis – dank Firmenkunden und Immobilien.
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FrankfurtDas gemeinsame Netzwerkunternehmen von Nokia und Siemens, Nokia Siemens Networks (NSN), will einen Teil seines Geschäfts in Deutschland mit über 1000 Beschäftigten aufgeben. Bei der Infrastrukturtochter NSN Services solle der Betrieb "bis spätestens Ende 2013" eingestellt werden, teilte NSN am Mittwoch in Nürnberg mit. Die geplante Betriebsschließung betreffe rund 1000 Beschäftigte an insgesamt 16 Standorten.

NSN Services wurde 2008 gegründet und kümmert sich um die Wartung und Installation sogenannter passiver Netzwerktechnik, also von Antennen und anderen Komponenten von Kommunikationsnetzen, aber auch um Verkabelungen. "Das Unternehmen hat nie einen Gewinn erwirtschaftet und in den fünf Jahren seit seiner Gründung Verluste in zweistelliger Millionenhöhe angehäuft", begründete NSN-Deutschlandchef Hermann Rodler die Entscheidung. Es sei versucht worden, das Geschäft profitabel zu machen. Trotzdem sei es "nach wie vor defizitär, und ein Erreichen der Gewinnschwelle ist nicht absehbar."

Weiterer Grund für den Schließungsplan sei die neue Unternehmesstrategie von NSN, teilte das Unternehmen mit. NSN wolle sich auf das Geschäft mit schnellen und leistungsfähigen mobilen Internetverbindungen konzentrieren. Infrastrukturdienstleistungen wie von NSN Services gehörten insofern "nicht mehr zum Kerngeschäft".

Über die Zukunft der Beschäftigten wolle NSN Services nun "umgehend" Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern aufnehmen, teilte NSN mit. Die Situation für die Mitarbeiter solle geklärt werden. Das Unternehmen plane eine "geordnete Abwicklung" und wolle alle Verpflichtungen gegenüber Kunden und Lieferanten erfüllen.

Für NSN arbeiten in Deutschland über 9000 Menschen an 100 Standorten in 75 Städten. NSN hatte im November vergangenen Jahres angekündigt, im Zuge eines Unternehmensumbaus bis Ende 2013 weltweit 17.000 von 74.000 Stellen streichen zu wollen.

Die Gewerkschaft Verdi forderte, die beteiligten Konzerne müssten "sich jetzt ihrer sozialen Verantwortung stellen und den Arbeitnehmern eine stabile Perspektive geben". 200 von der Schließung Betroffene hätten als Beamte ein Recht auf Rückkehr zum ehemaligen Staatskonzern Deutsche Telekom.

Vor fünf Jahre hatte die Telekom ihre damalige Service-Tochter VTS mit 1800 Mitarbeitern an die Telekom verkauft. Daraus entstand NSN Services mit derzeit noch gut 1050 Beschäftigten. Da nun Serviceverträge ausgelaufen seien, stehe das gesamte Unternehmen jetzt vor dem Aus. Dem Management von NSN Services sei es nicht gelungen, "sich von einem einzelnen Großauftraggeber dauerhaft abzunabeln" und das Geschäft zu erweitern, kritisiert Verdi.

 
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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