Trotz Verlusten
RBI überrascht Aktionäre mit höherer Dividende

Die Raiffeisen Bank International will für 2012 trotz Verlusten im Schlussquartal mehr Dividende ausschütten. Die roten Zahlen seien ein einmaliger Ausrutscher, hieß es von RBI.
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WienDie Raiffeisen Bank International (RBI) will trotz Verlusten im Schlussquartal die Dividende für 2012 anheben. Wegen höherer Vorsorgen für faule Kredite und Abschreibungen rutschte das österreichische Finanzinstitut im vierten Quartal erstmals seit Ausbruch der Finanzkrise in die roten Zahlen. Der Gewinn fiel im Gesamtjahr 2012 auf 725 (Vorjahr: 968) Millionen Euro, wie die RBI am Mittwoch mitteilte.

Dennoch will RBI-Chef Herbert Stepic die Dividende auf 1,17 (2011: 1,05) Euro je Aktie erhöhen, was deutlich über den Erwartungen der Analysten liegt. Eine RBI-Sprecherin begründete dies unter anderem mit einem im ersten Quartal erzielten Sondergewinn, der an die Aktionäre weitergegeben werden solle. Der vorzeitige Rückkauf von Hybridanleihen unter ihrem Nennwert und der Verkauf von Wertpapieren spülte dem Institut damals rund 270 Millionen Euro vor Steuer in die Kasse. Darüber hinaus fühle sich die Bank nach eigenen Angaben mit einer Kernkapitalquote von 10,7 Prozent gut finanziert.

Die Österreicher liegen damit deutlich über der von der europäischen Bankaufsicht geforderten Kernkapitalquote von neun Prozent. An der Wiener Börse notierten die Aktie nach einem anfänglichen Kurssprung zuletzt nur noch leicht im Plus bei 30,89 Euro.

Das vierte Quartal schloss die Bank mit einem Verlust von 117 Millionen Euro ab, nach einem Gewinn von 222 Millionen Euro im Vorjahr. Nachdem RBI den Markt Ende Januar mit einer Gewinnwarnung überraschte, lag der Quartalsverlust nun im Rahmen der Erwartungen. Im Gesamtjahr schlugen die Risikovorsorgen insgesamt mit einer Milliarde Euro zu Buche, was einem Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anteil fauler Kredite (Non-Peforming-Loan-Ratio) lag bei 9,8 Prozent und damit um 1,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr.

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