Trotz Wachstum
Credit Suisse spart auch in Asien

Reiche Anleger scheuen das Risiko und zwingen die Banken, ihr Geschäft mit der Vermögensverwaltung zu verkleinern. Die Schweizer Großbank Credit Suisse will nun auch im Wachstumsmarkt Asien Stellen abbauen.
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SingapurDie Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) will ihren Sparkurs auch im asiatischen Vermögensverwaltungsgeschäft umsetzten. Zwar sei Asien weiterhin ein Wachstumsmarkt, doch mache die Risikoscheu der Anleger der Bank zu schaffen, sagte Marcel Kreis, Leiter des CS-Privatbankgeschäfts in Asien, am Montag auf einer Wealth-Management-Konferenz in Singapur. Der Appetit der Investoren auf langfristige Anlagen mit einem gewissen Risiko habe nicht mehr das Niveau von vor der Finanzkrise erreicht. Daher müsse das Asien-Geschäft seinen Anteil an den Kostensenkungsprogrammen des Konzerns übernehmen. 

Credit Suisse will im Konzern 2000 von rund 50.000 Stellen abbauen und die Kosten um eine Milliarde Franken senken. „Wir überprüfen die Kosten und die Investitionen, weil wir in den kommenden zwei Jahre mit einem schwierigen Umfeld rechnen“, sagte Kreis. Credit Suisse verwaltet in der Region mit etwa 78 Milliarden Franken (knapp 65 Milliarden Euro) etwa zehn Prozent der beim Konzern liegenden Vermögen reicher Kunden. 

Auch wenn der Schwerpunkt auf Kostensenkung und Effizienzsteigerungen liege, solle die Zahl der derzeit 370 Privatbanker erhöht werden, sagte Kreis weiter. Es werde aber zunehmend schwieriger, erfahrene Mitarbeiter zu finden. Asien sei weiterhin ein Wachstumsmarkt für die Branche. Bei Credit Suisse habe der Zufluss von neuem Geld reicher Kunden trotz der unruhigen Märke nicht abgenommen. In China, wo die CS-Vermögensverwaltung nicht vor Ort vertreten ist, möchte die Bank - aus eigener Kraft oder durch Übernahmen - wachsen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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