Tschechische Sparkasse

Bank verlangt Zusatzgebühr für Erotik und Glücksspiel

Zahlungen auf Erotik- und Glücksspiel-Internetseiten sind mit einem höheren Risiko verbunden. Tschechiens größte Bank will deshalb eine Zusatzgebühr auf solche Transaktionen einführen. Die Empörung ist groß.
Weil Zahlungen auf Erotik-Internetseiten mit einem höheren Risiko von Cyberkriminalität verbunden sind, sollen Kunden der tschechischen Sparkasse Ceska Sporitelna künftig tiefer in die Tasche greifen. Quelle: dpa
Riskioaufschlag

Weil Zahlungen auf Erotik-Internetseiten mit einem höheren Risiko von Cyberkriminalität verbunden sind, sollen Kunden der tschechischen Sparkasse Ceska Sporitelna künftig tiefer in die Tasche greifen.

(Foto: dpa)

PragFür Zahlungen auf Erotik- und Glücksspiel-Internetseiten müssen Kunden der größten tschechischen Bank künftig tiefer in die Tasche greifen. Wie die Zeitungen „MF Dnes“ und „Hospodarske noviny“ am Mittwoch online berichteten, will die tschechische Sparkasse Ceska Sporitelna ab Juli eine Zusatzgebühr von 20 Kronen (etwa 0,75 Euro) je Transaktion einführen. Grund dafür sei das mit solchen Zahlungen verbundene höhere Risiko von Cyberkriminalität.

Die Entscheidung sorgt teils für Empörung bei Kunden: „Die Banken sind nicht dafür da, uns zu erziehen und mit Gebühren zu bestrafen“, mahnte Bankenkritiker Patrik Nacher. Er vergibt jährlich einen Anti-Preis für die absurdeste Bankgebühr in Tschechien. Nacher spricht von einem Präzedenzfall und fragt: „Passiert dann bald das Gleiche bei Alkohol und Zigaretten?“

Wo die zufriedensten Bankkunden leben
Platz 32: Spanien
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In rund 85 Prozent der 32 untersuchten Länder machten Kunden 2016 bessere Erfahrungen mit ihrer Bank als im Vorjahr. Das spiegelt zumindest der Capgemini Customer Experience Index (CEI) wider, der um 2,9 Punkte gestiegen ist. Schlusslicht des Rankings bildet Spanien. Von 100 Punkten erzielten die Banken des südeuropäischen Landes gerade einmal 65,3 Punkte.

Platz 31: Vereinigte Arabische Emirate
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Überaus unzufrieden scheinen auch die Bankkunden der Vereinigten Arabischen Emirate zu sein. Im Ranking belegen diese mit 66,6 Punkten, wie auch schon 2015, den vorletzten Platz.

Platz 30: Mexiko
3 von 11

Für das Ranking wurden 16.000 Kunden aus 32 Ländern befragt. Neben diesen Ergebnissen basiert der Report auf qualitativen Daten aus ausführlichen Interviews mit Bankmanagern. Mexiko liegt ebenfalls auf einem der hinteren Plätze.

Platz 29: Japan
4 von 11

Bei der Befragung des Vorjahres hielten die japanischen Banken die rote Laterne. 2016 sind die Kunden etwas gnädiger. Rund acht Punkte machen die Japaner gut und rücken damit auf Platz 29.

Platz 28: Argentinien
5 von 11

Drei Plätze runter geht's für die argentinischen Banken: auf Rang 28.

Platz 5: Schweiz
6 von 11

Die Schweizer Banken können im Jahr 2016 die amerikanischen Banken vom fünften Platz verdrängen. Mit 80 Punkten machen sie 6,3 Punkte gut.

Platz 4: Großbritannien
7 von 11

Ein Zuwachs um 0,2 Punkte reicht für Großbritanniens Banken aus, um sich vor die Schweiz auf den vierten Platz zu positionieren.

Jeder zweite der rund zehneinhalb Millionen Tschechen ist statistisch gesehen Kunde bei der Erste-Bank-Tochter Ceska Sporitelna. Ähnliche Risikoaufschläge gibt es bereits in anderen Ländern wie der Slowakei.

  • dpa
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