Turbulenzen an den Börsen
Goldman Sachs sieht keine neue Bankenkrise

Trotz anhaltender Schuldenkrise: Die US-Bank Goldman Sachs glaubt nicht an eine bevorstehende Bankenkrise. Auch weitere Umschuldungsmaßnahmen in Europa wären für den Bankensektor zu verkraften.
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BerlinDie US-Bank Goldman Sachs sieht trotz der Einbrüche an den Börsen und der anhaltenden Schuldenkrisen keine neue Bankenkrise bevorstehen. „Wir sind vorsichtig, jetzt die große Panik zu schüren“, sagte Alexander Dibelius, der Deutschland-Chef der Bank, der „Welt am Sonntag“. Er sagte weiter: „Wir sind nicht der Ansicht, dass wir uns derzeit in derselben Situation wie zu Beginn der Finanzmarktkrise befinden.“

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte Anfang der vergangenen Woche angesichts der heftigen Kursstürze von Banken und Finanzwerten Parallelen zum Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2008 gezogen. Seit Jahresbeginn hätten manche europäische Banken ein Drittel und mehr ihrer Marktkapitalisierung eingebüßt. Allerdings sei der europäische Bankensektor im Vergleich zu damals heute deutlich besser kapitalisiert und weniger von kurzfristiger Liquidität abhängig.

Goldman Sachs-Banker Dibelius sagte weiter, er glaube, dass weitere Umschuldungsmaßnahmen in Europa für den Bankensektor zu verkraften wären. „Ich persönlich finde, dass es uns schadet, wenn wir ständig die nächste Katastrophe ausrufen. Im Vergleich zu 2008 sind die Regierungen und Zentralbanken wesentlich besser vorbereitet, der Unternehmenssektor ist weniger fremdkapitalfinanziert als 2008, und auch die Eigenkapitalposition der Banken stellt sich unterschiedlich dar.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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