UBS, Barclays und Co.
Banken zahlen fünf Milliarden im Devisenskandal

Im Devisenskandal stehen fünf Banken vor einer Einigung mit dem US-Justizministerium. Laut eines Medienberichts wollen die Geldhäuser Milliarden zahlen. Nur eine Bank könnte um eine Strafanzeige nicht herum kommen.
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ZürichDer Devisenskandal kommt fünf internationale Großbanken teuer zu stehen. Einem Bericht der „Financial Times“ (FT) zufolge müssen die Schweizer UBS sowie zwei amerikanische und zwei britische Banken insgesamt wohl mehr als fünf Milliarden Dollar auf den Tisch legen, um die Verfahren des US-Justizministeriums (DoJ) sowie weiterer Behörden beizulegen. Das DoJ sei erpicht darauf, bereits am Mittwoch eine Einigung bekanntgeben, doch sei auch ein Aufschub um einen oder zwei Tage möglich, falls sich die Schlussverhandlungen hinziehen sollten, berichtete die Zeitung.

Die höchste Strafe muss dem Bericht zufolge die britische Barclays bezahlen. Rund zwei Milliarden Pfund dürfte die Buße der britischen Finanzmarktbehörde, des DoJ und dreier weiterer US-Behörden erreichen. Bei der Royal Bank of Scotland, JP Morgan und Citigroup werde sich die Zahlung auf jeweils bis zu eine Milliarde Dollar belaufen. Tochtergesellschaften der vier Banken dürften sich strafrechtlich schuldig bekennen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen weiter. Citigroup bestätigte bereits in einer Pflichtmitteilung, dass sich die Bank in einem Devisen-Kartellverfahren schuldig bekennen könnte.

Wie hoch die Strafe für die UBS ausfällt, ist laut dem „FT“-Bericht noch unklar. Die Schweizer verhandelten mit dem DoJ immer noch über mögliche strafrechtliche Konsequenzen. Dazu komme, dass die Behörde gegen die UBS und auch gegen Barclays bereits abgeschlossenes Strafverfahren in Zusammenhang mit dem Fehlverhalten im Zinsskandal neu aufrollen könnte.

Ende 2012 hatte die größte Schweizer Bank die Untersuchung der Verstrickung in den Libor-Skandal mit einer Zahlung von 1,4 Milliarden Franken beigelegt. Im vergangenen November zahlte die UBS zwar 774 Millionen Franken an Behörden in den USA, Großbritannien und der Schweiz. Das Verfahren des US-Justizministeriums wurde dabei aber ausgeklammert. Die UBS wollte sich zu dem „FT“-Bericht nicht äußern.

Weltweit gehen Aufseher dem Verdacht nach, dass Banken am billionenschweren Devisenmarkt ebenfalls getrickst haben. Die Deutsche Bank als einer der größten Devisenhändler der Welt hat Finanzkreisen zufolge mehrere Händler vom Dienst suspendiert. Sie stehen offenbar im Verdacht, an Referenzkursen gedreht zu haben. Das Institut hat erklärt, dass sie zur Aufklärung des Skandals mit verschiedenen Aufsichtsbehörden zusammenarbeitet und zudem eine interne Untersuchung gestartet hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " UBS, Barclays und Co.: Banken zahlen fünf Milliarden im Devisenskandal"

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  • "Weltweit gehen Aufseher dem Verdacht nach, dass Banken am billionenschweren Devisenmarkt ebenfalls getrickst haben."

    Wann sollte das gewesen sein? Will da jemand behaupten, dass die BAFin bzw. das BAKred zuvor sich die Hauptgeschäfte der Deutschen Bank nie angesehen habe?

    Kaum zu glauben, dass das so gewesen sein könnte. Wenn das so gewesen wäre, dann wäre die Inkompetenz dieser Behörde nicht mehr zu überbieten.

    Aber diese Behörde steht auch unter ständiger Aufsicht durch das Finanzministerium. Um diese Aufgabe sollte sich Herr Assmusen (bekannt aus Funk und Fernsehen) kümmern. Aktuell ist er bei bestem Gehalt im Bundesministerium für Arbeit und Soziales verloren gegangen.

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