UBS-Präsident Axel Weber
Warnung vor zu niedrigen Leitzinsen

UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber plädiert indirekt für eine Erhöhung der Leitzinsen – und das weltweit. Er kritisiert die Vorgehensweisen der Notenbanken und bangt um die Finanzstabilität.
  • 0

DüsseldorfDer Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS, Axel Weber, hat sich dafür ausgesprochen, die Finanzstabilität stärker bei der geldpolitischen Steuerung zu beachten und nicht allein ein kurzfristiges Inflationsziel zu verfolgen. „Meines Erachtens hat die Finanzkrise Zweifel daran geweckt, ob die Strategie der Inflationssteuerung überhaupt je tauglich war“, schreibt Weber in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt (Freitagausgabe).

Die Zinssätze schienen derzeit für die Realwirtschaft zu hoch und gleichzeitig für die Finanzmärkte zu niedrig. Werde die Finanzstabilität als Ziel vernachlässigt, entstünden Fehlentwicklungen an den Märkten, denen irgendwann eine Korrektur folgen müsse, warnte der ehemalige Präsident der Deutschen Bundesbank.

Die boomenden Finanzmärkte könnten höhere Zinssätze „wohl verkraften – sie bräuchten sie wahrscheinlich sogar, damit keine Ungleichgewichte entstehen“, argumentiert Weber. Indirekt spricht sich der frühere Notenbanker damit für höhere Leitzinsen aus. Er kritisiert zudem indirekt die US-Notenbank Fed, die das Ziel der Finanzstabilität explizit nicht als geldpolitisches Leitinstrument einsetzen wolle.

Nicole Bastian
Nicole Bastian
Handelsblatt / Ressortleiterin Ausland

Kommentare zu " UBS-Präsident Axel Weber: Warnung vor zu niedrigen Leitzinsen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%