Übernahme der Banco BPI
Caixabank will in Portugal über Zukäufe wachsen

Die spanische Caixabank hat ein Angebot zur Übernahme des portugiesischen Geldinstituts BPI vorgelegt. Der von der Caixa-Bank gebotene Preis pro Aktie liegt 27 Prozent über dem jüngsten Schlusskurs.
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Madrid/LissabonDie spanische Caixabank will mit Übernahmen zu einer der stärksten Kräfte in Portugal aufsteigen. Für mehr als eine Milliarde Euro sollen zunächst die restlichen Anteile am portugiesischen Geldhaus Banco BPI erworben werden, der Nummer drei im Nachbarland. Danach ist geplant, mit BPI die Novo Banco, den Nachfolger der kollabierten Banco Espirito Santo, zu kaufen. Damit könnte die Marktführerschaft in Portugal in Reichweite rücken.

Die Caixabank aus Barcelona teilte am Dienstag mit, für knapp 56 Prozent der BPI-Anteile zu bieten. Der Rest gehört den Spaniern bereits. Je Anteilsschein werden demnach 1,329 Euro in bar auf den Tisch gelegt, ein Aufschlag von 27 Prozent auf den Schlusskurs von Montag. Anders als die spanischen Marktführer Banco Santander und BBVA ist die Sparkasse Caixabank weniger im Ausland präsent und damit stärker von der Entwicklung im Heimatmarkt abhängig.

An der Börse in Lissabon verteuerten sich BPI-Aktien um 25 Prozent auf 1,31 Euro. Caixa-Papiere gaben in Madrid dagegen zwei Prozent nach.

BPI gehört bereits seit längerem zu den mehr als ein Dutzend Interessenten für die staatlich aufgefangene Novo Banco. Portugal hofft auf eine Privatisierung im ersten Halbjahr, um seine Rettungsgelder über 4,9 Milliarden Euro zumindest teilweise wieder einzuspielen.


afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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