Übernahmespekulation
Londoner Börse packt Fusionsfieber

Erst vor einem Monat hatte die Londoner Börse die Übernahme der Börse Toronto bekanntgegeben. Nun hat die LSE mit der Nasdaq ihr nächstes Ziel vor Augen. Die New Yorker Technologiebörse lehnte eine Stellungnahme ab.
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London

Im Fusionsfieber der internationalen Handelsplätze hat die Londoner Börse (LSE) einem Zeitungsbericht zufolge ein Auge auf den US-Rivalen Nasdaq OMX geworfen. Erst vor knapp einem Monat hatte die LSE die Übernahme der Börse Toronto (TMX Group) bekanntgeben. Nach Abschluss dieser Fusion wollten die Briten und Kanadier im Jahresverlauf an die Nasdaq herantreten, berichtete die Zeitung "Sunday Times". Bisher habe es aber noch keine Gespräche der drei Parteien gegeben. LSE-Chef Xavier Rolet hatte sich in der vergangenen Woche zurückhaltend zu Spekulationen über einen solchen Zusammenschluss geäußert.

Die Nasdaq lehnte eine Stellungnahme ab. Die New Yorker Technologiebörse könnte früheren Informationen aus Kreisen zufolge selbst Verbündete suchen, um die Fusionspläne der Deutschen Börse und der Nyse Euronext zu durchkreuzen. Als denkbar galt Ende Februar ein Zusammenschluss der Nasdaq mit dem US-Rohstoffhandelsplatz IntercontinentalExchange oder ein Bündnis mit der weltgrößten Derivatebörse, der Chicago Mercantile Exchange (CME). Einem früheren Bericht des "Wall Street Journal" zufolge erwägt der transatlantische Marktbetreiber aber auch, andere Rivalen zu übernehmen oder sich selbst zum Verkauf zu stellen.

Durch die geplante Fusion von Nyse und Deutscher Börse zum weltgrößten Handelsplatz stehen konkurrierende Börsenbetreiber Branchenexperten zufolge unter großem Druck, sich ebenfalls nach Zusammenschlüssen umzusehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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