Überraschende Kapitalerhöhung
Deutsche Bank legt sich dickes Polster zu

Jürgen Fitschen und Anshu Jain gehen in die Offensive: Die Deutsche Bank hat eine Kapitalerhöhung beschlossen. Damit will die Bank das Eigenkapital stärken. Die Quartalszahlen fallen überraschend gut aus.
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FrankfurtDie Deutsche Bank will nach einem überraschend großen Gewinnsprung fast drei Milliarden Euro am Kapitalmarkt einsammeln. Mit dem Schritt bringt sich Deutschlands größtes Geldhaus im weltweiten Wettlauf um die höchsten Kapitalquoten in die Spitzengruppe. Die beiden Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen können die Investoren mit einem satten Milliardengewinn im ersten Quartal locken. Das Sparprogramm schlägt sich allmählich in den Ergebnissen nieder.

De facto über Nacht sollen bis zu 90 Millionen Aktien an neue Investoren ausgegeben werden, um die von Experten als zu dünn kritisierte Kapitaldecke aufzupolstern. Immer wieder hatten Analysten den Finger in diese Wunde gelegt - jetzt setzen Jain und Fitschen zum Befreiungsschlag an, auch um den Aktionären wieder höhere Dividenden zahlen zu können.

Der Vorsteuergewinn kletterte um 28 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, wie die Deutsche Bank am Montagabend mitteilte. Rund 80 Prozent steuerte das Investmentbanking bei. Analysten hatten im Schnitt nur 1,7 Milliarden Euro erwartet. Exakt so viel verdiente das Institut nun nach Steuern. „Wir sind stolz darauf, was die Bank im ersten Quartal 2013 erreicht hat“, erklärten Jain und Fitschen. „Wir haben robuste Ergebnisse erzielt, mit einem substanziellen Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahresquartal.“

An die US-Großbanken reichen die Frankfurter beim Gewinn nicht heran. Erzrivale JP Morgan etwa hatte im Auftaktquartal einen Rekordgewinn von 6,5 Milliarden Dollar eingefahren und selbst die lange Zeit kriselnde Citigroup schaffte 3,8 Milliarden Dollar.

Quartalszahlen

Ergebnisse der Deutschen Bank (nach Steuern)

in Milliarden Euro


Wie bei den US-Banken zeigte sich auch bei der Deutschen Bank im Kerngeschäft Investmentbanking ein gemischtes Bild, obwohl das erste Quartal traditionell das stärkste ist: Mit einem Vorsteuergewinn von 1,9 Milliarden Euro trat der hiesige Branchenprimus hier im Jahresvergleich auf der Stelle. Rund lief es im Aktienhandel und im Beratungsgeschäft, rückläufig waren dagegen die Erträge im Anleihehandel.

Im Privatkundengeschäft legte die Bank indes dank sinkender Risikovorsorge am Heimatmarkt deutlich zu, der Vorsteuergewinn lag bei knapp 500 Millionen Euro. Und die Vermögensverwaltung, die größte Baustelle im Konzern, sammelte wieder neue Kundengelder ein und konnte den Gewinn trotz hoher Kosten stabil bei gut 200 Millionen Euro halten.

Großer Ergebnistreiber im Konzern war die interne Bad Bank, in der das Nicht-Kerngeschäft gebündelt und abgebaut wird. Sie reduzierte den Verlust deutlich. Offenbar konnte die Bank Wertpapiere ohne allzu großen Abschlag verkaufen. Das Institut sprach von „günstigen Marktbedingungen“.

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  • Wie die gute alte schwäbische Hausfrau, soll die DB auch sparen und nicht nach mehr Geld verlangen. DB handelt genau so wie unsere Politiker.

  • Haben Sie etwa einen Beamtenjob im Bundesfinanzministerium oder bei der Bafin oder bei der KfW oder bei der Deutschen Bankoder.....????

  • Die Derivatenblase weltweit: OTC 639 Billionen $
    Die Derivatenblase der Deutschen Bank: 72 Billionen$.
    Die DB gilt daher als "Systemrelevant". Was glaubt der deutsche Schlafmichel wohl, WER dieses Monster bald retten wird müssen...???

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