Um Gewinn zu verdoppeln Russische Sberbank will 30.000 Angestellte feuern

Die russische Sparkasse Sberbank muss sparen. Insgesamt sollen rund 30.000 Stellen gestrichen werden. Man habe sich ehrgeizige Ziele gesetzt, sagt der ehemalige russische Wirtschaftsminister.
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30.000 Mitarbeiter müssen wohl die russische Sparkasse verlassen. Quelle: AFP

30.000 Mitarbeiter müssen wohl die russische Sparkasse verlassen.

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MoskauDie Sberbank, die russische Sparkasse, will bis 2018 mehr als jede zehnte Stelle streichen. Insgesamt sollen in den kommenden fünf Jahren rund 30.000 Stellen wegfallen, kündigte Sberbank-Präsident German Gref am Dienstag an. Der Nettogewinn soll im gleichen Zeitraum auf das Doppelte steigen, die Kosten sollen um 100 Milliarden Rubel (2,3 Milliarden Euro) sinken.

„Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt”, sagte Gref, früher einmal Wirtschaftsminister, in Moskau. Im vergangenen Jahr verdiente die Sberbank nach eigenen Angaben unter dem Strich umgerechnet 8,8 Milliarden Euro.

Das vom Staat kontrollierte Institut hat rund 20.000 Filialen überall in Russland und 250.000 Beschäftigte. Rund 110 Millionen Kunden legen ihr Geld bei der Sberbank an. Das Unternehmen hatte schon vor vier Jahren angekündigt, binnen fünf Jahren 65.000 Stellen streichen zu wollen und damals die Zahl der Mitarbeiter mit 267.000 angegeben.

Die Bank ist Erbin des staatlichen Bankenmonopols zur Zeit der Sowjetunion. Gegründet wurde sie vor 172 Jahren per Ukas von Zar Nikolaus I. Sie soll sich nach dem Willen der Regierung zu einem modernen, westlich orientierten Finanzinstitut wandeln und hat in den vergangenen Jahren die Volksbank International mit Sitz in Wien und Filialen in acht mittel- und osteuropäischen Ländern sowie die türkische Denizbank gekauft.

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