Umfrage
Banker müssen 2013 mit weniger Boni rechnen

Banker in Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen im kommenden Jahr den Gürtel wohl etwas enger schnallen. Einer Umfrage zufolge wollen 40 Prozent der Geldhäuser Boni kürzen – teilweise drastisch.
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FrankfurtWeniger Boni und kaum Gehaltserhöhungen: Banker in Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen im kommenden Jahr nach einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Towers Watson den Gürtel enger schnallen.

40 Prozent der Häuser wollen die Bonuszahlungen für das Jahr 2012 um zehn bis 25 Prozent kürzen, weitere 40 Prozent wollen sie stabil halten und nur 15 Prozent erhöhen, wie aus der Umfrage unter 28 Banken und Vermögensverwaltern hervorgeht, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Vor allem im Privatkunden- und Firmenkundengeschäft sowie im Investmentbanking müssten die Mitarbeiter mit Kürzungen rechnen.

Mit dem Fixgehalt können sie die Einbußen nicht wettmachen: 53 Prozent der Befragten planen nur mit Gehaltserhöhungen um ein bis zwei Prozent, nur ein Viertel um zwei bis zu drei Prozent. Dabei war erwartet worden, dass die Banken die von den Aufsehern erzwungenen Bonuskürzungen durch höhere Festgehälter wettmachen.

„Finanzinstitute blicken zwar etwas weniger skeptisch als vor einem Jahr in die Zukunft, aber von großem Optimismus sind sie dennoch weit entfernt“, sagte Towers-Watson-Personalexperte Martin Emmerich. „Diese Skepsis wirkt sich auch auf die Personal- und Vergütungspolitik der Institute aus - hier agieren die Unternehmen weiterhin zurückhaltend.“

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Von mir aus können Gehälter und Boni der Bankster auf
    den Hartz IV - Satz abgesenkt und eingefroren werden.
    Ich frage mich nach wie vor, wofür sie eigentlich Geld
    bekommen, denn "verdient" haben sie es wahrlich nicht.

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