Umfrage
Banker verdienen zu viel

Martin Blessing bekommt 2012 satte 160 Prozent mehr Gehalt als im Vorjahr. Zu viel, sagen die Deutschen. In einer Umfrage von Handelsblatt Online sprechen sich knapp 90 Prozent dafür aus, dass Banker zu viel verdienen.
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DüsseldorfDie Deutschen sind der Meinung, dass die Bankvorstände hierzulande zu viel verdienen. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Mafo exklusiv für Handelsblatt Online durchgeführt hat. Demnach halten 88,6 Prozent der Befragten die Bankvorstände in Deutschland für überbezahlt. Nur 11,4 Prozent antworteten mit Nein.

Bei der Frage, wer über die Bezahlung der Bankvorstände entscheiden soll, ist das Ergebnis differenzierter. Mehr als ein Viertel der Befragten (26,8 Prozent) sind der Meinung, dass die Aktionäre der jeweiligen Bank über die Bezahlung entscheiden sollen. 23,8 Prozent sagen, die Entlohnung sollte von den Mitarbeitern bestimmt werden.

Online Befragung

Verdienst von Bankvorständen in Deutschland

Wer sollte über die Bezahlung der Bankvorstände entscheiden?

Der Aufsichtsrat der Bank soll entscheiden, meinen 21,7 Prozent.  Der Vorstand soll sein Gehalt selbst bestimmen, sagt gut jeder Zehnte der Befragten (11,4 Prozent). 16,3 Prozent sind sogar der Meinung, die Bundesregierung solle die Gehälter der Bankvorstände festlegen.

Für die Online-Umfrage wurden in den vergangenen Tagen 1000 Teilnehmer zu ihrer Meinung zum Verdienst von Bankvorständen in Deutschland befragt.

Tobias Döring, Redakteur Unternehmen, Handelsblatt Online
Tobias Döring
Handelsblatt / Chef vom Dienst

Kommentare zu " Umfrage: Banker verdienen zu viel"

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  • Die Überschrift ist leider falsch gewählt. Nur weil die Vorstände (und die hier nicht genannten Investmentbank(st)er) zu viel verdienen, heißt es ja nicht, dass alle Bankangestellten (Banker) zu viel verdienen. Von daher sollte es "Bankvorstände verdienen zu viel" heißen! Das wäre inhaltlich korrekt. Bankangestellte verdienen hingegen nicht besonders gut in Relation zum Leistungsdruck/der Arbeitsbelastung. Die Bankarbeitgeber machen seit Jahren erfolgreich Tarifpolitik mit den in der Presse verbreiteten Argumenten, so dass aktuell mickrige 1,4% p.a. bei 30 Monaten Laufzeit geboten werden, während anderswo über 4% p.a. bei 12-18 Monaten Laufzeit vereinbart wurden.

  • Das liegt aber an der Familientradition, denn die Blessings beglücken die deutsche Bankenwelt schon seit drei Generationen. Außerdem bestehen auch noch familiäre Bande zur Wieandt-Dynastie. Schon mal die Frage gestellt, warum keine BFG-Bank, Dresdner Bank, LRP, Advance Bank und HRE mehr gibt. Kleiner Tipp es hat was mit der Familientradition zu tun.

  • Sie schreiben, Banker verdienen zu viel. Ich würde es anders formulieren, Banker verdienen nicht zu viel, sie bekommen viel zu viel! Blessings Leistungen sind bei weitem nicht das Wert was er dafür bekommt.

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