Unicredit-Chef
Mustier gibt sich vor Stresstest-Ergebnis gelassen

Mehr als 360 Milliarden Euro Problemdarlehen haben italienische Banken angehäuft. Doch vor dem EZB-Stresstest gibt sich Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier gelassen: Er werde sicherlich gut schlafen können.

MailandDie italienische Großbank Unicredit befürchtet beim anstehenden Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) keine bösen Überraschungen. Es sei nichts Besonderes zu erwarten, er werde sicherlich gut schlafen können, sagte der neue Chef des Geldhauses, Jean-Pierre Mustier, der Zeitung „Corriere della Sera“ in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Die Ergebnisse des Stresstests sollen am Freitag bekanntgegeben werden.

Die Bank arbeite daran, ihre Kapitalbasis zu stärken, sagte Mustier. Der neue Bankchef hat unter anderem bereits Beteiligungen an der polnischen Bank Pekao und dem Online-Broker Fineco reduziert. Damit will er eine Kapitalerhöhung so klein wie möglich halten.

Mustier lehnte eine Äußerung dazu ab, ob sich Unicredit an der Kapitalerhöhung des heimischen Rivalen Monte dei Paschi beteiligt. Unicredit sei am Bankenrettungsfonds Atlante beteiligt und werde nicht mehr tun. „Zu Gerüchten äußere ich mich nicht“, sagte er. Insidern zufolge hat das Geldhaus am Mittwoch mehrere Banken angefragt, ob sie eine fünf Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung garantieren wollten. Solche Anfragen werden in der Regel kurz vor einer Kapitalemission gestartet. Italiens Banken leiden unter faulen Krediten. Schätzungen zufolge haben die Institute Problemdarlehen im Volumen von 360 Milliarden Euro angehäuft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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