Unicredit
Italienische Großbank verdient deutlich besser als erwartet

Die Analystenerwartungen übertroffen, die Aktie deutlich im Plus: Die italienische Großbank Unicredit hat im zweiten Quartal überraschend gut verdient. Auch faule Kredite belasteten das Institut weniger.
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Mailand/BerlinDie italienische Großbank Unicredit hat wegen einer geringeren Belastung durch faule Kredite im Frühjahr überraschend viel verdient. Der Nettogewinn stieg im zweiten Quartal zum Vorjahr um 30 Prozent auf 522 Millionen Euro, wie die Mutter der Münchner HypoVereinsbank am Mittwoch mitteilte. Damit übertraf UniCredit die Erwartungen der Analysten von 453 Millionen Euro deutlich.

An der Mailänder Börse kam die Bilanz gut an: Unicredit-Aktien verteuerten sich um knapp sechs Prozent. Händler verwiesen auch auf die bessere Kapitalausstattung des Instituts. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Befürchtungen gegeben, Unicredit brauche womöglich bald erneut frisches Kapital von seinen Aktionären.

Konzernchef Federico Ghizzoni sagte, das Umfeld für Banken bleibe angesichts historisch niedriger Zinsen schwierig. Im Gegensatz zu anderen Geldhäusern in Italien habe sich bei Unicredit die Bilanzqualität aber verbessert. So fielen die Abschreibungen auf faule Kredite im abgelaufenen Quartal neun Prozent niedriger aus als im Jahr zuvor.

Im ersten Halbjahr kam Unicredit - die gemessen am Börsenwert größte italienische Bank - auf einen Gewinn von einer Milliarde Euro. Das ist gerade einmal die Hälfte des Konkurrenten Intesa Sanpaolo, der vor allem bei Privatkunden stark ist. Auch bei diesem wirkte sich die allmähliche Konjunkturerholung im Land positiv aus und führte zu einer geringeren Belastung durch Problemkredite.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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