Unicredit-Tochter
Bank Austria macht wieder Gewinn

Nach den massiven Abschreibungen in 2013 ist die osteuropäische Unicredit-Tochter Bank Austria im vergangenen Jahr wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Eine Prognose für 2015 will die Bank aber nicht abgeben.
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WienDie Unicredit-Osteuropatochter Bank Austria ist im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Trotz der Krise in der Ukraine und Russland wurde 2014 ein Gewinn von 1,38 Milliarden Euro erzielt, wie die Bank am Donnerstag mitteilte.

2013 hatten massive Abschreibungen vor dem Bilanzcheck der europäischen Aufseher zu einem Verlust von 1,54 Milliarden Euro geführt. Damit erwirtschaftete die Tochter einen großen Teil des gesamten Unicredit-Gewinns von zwei Milliarden Euro. Doch auch ohne diesen Effekt schnitt die Bank Austria wegen geringerer Vorsorgen für Kreditausfälle besser ab, als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis nach Risikokosten stieg um drei Prozent auf 1,86 Milliarden Euro.

Trotz ihrer zuletzt sinkenden Kapitalquote plant die Bank keine Maßnahmen, um diese zu steigern. Eine harte Kernkapitalquote von 10,3 Prozent sei für das Institut eine solide Basis, sagte Finanzchef Francesco Giordano am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz. Die in Österreich und Osteuropa aktive Bank wolle ihre Kapitalausstattung tendenziell verbessern. Eine Zielgröße veröffentliche das Institut jedoch nicht. Dazu beitragen sollen unter anderem die erwirtschafteten Gewinne.

Die Unicredit steuert ihre Osteuropaaktivitäten aus Österreich. Die Bank besitzt große Töchter in Russland und der Ukraine. Für die ukrainische Tochter Ukrsotsbank sucht das Institut seit längerem einen Käufer - bislang jedoch ohne Erfolg.

Sie belastete die Bilanz im vergangenen Jahr neben anderen Effekten mit gut 150 Millionen Euro. Währungsabwertungen in Russland und der Ukraine schlugen auch auf die harte Kernkapitalquote durch, die zum Jahresende auf 10,3 von 11,3 Prozent im Jahr davor sank.

Für das laufende Jahr erwartet die Bank Austria trotz möglicher Einbußen in Russland ein Ergebnis auf dem Vorjahresniveau, eine konkrete Prognose für 2015 wagte das Institut aber nicht. „Die geopolitischen Spannungen und die zögerliche Erholung in der Eurozone werden zweifellos die wichtigsten Herausforderungen für die kommenden Quartale sein“, sagte der scheidende Osteuropachef Gianni Franco Papa.

Die Bank wolle auch künftig in Zentral- und Osteuropa investieren und Marktanteile gewinnen. In Polen hat das Institut etwa Interesse an der zum Verkauf stehenden Tochter der Raiffeisen Bank International angemeldet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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