Unicredit-Tochter Bank Austria macht wieder Gewinn

Nach den massiven Abschreibungen in 2013 ist die osteuropäische Unicredit-Tochter Bank Austria im vergangenen Jahr wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Eine Prognose für 2015 will die Bank aber nicht abgeben.
Update: 12.02.2015 - 12:15 Uhr Kommentieren
Die Unicredit-Osteuropatochter Bank Austria schafft die Rückkehr in die Gewinnzone – vorerst. Quelle: Reuters
Bank Austria

Die Unicredit-Osteuropatochter Bank Austria schafft die Rückkehr in die Gewinnzone – vorerst.

(Foto: Reuters)

WienDie Unicredit-Osteuropatochter Bank Austria ist im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Trotz der Krise in der Ukraine und Russland wurde 2014 ein Gewinn von 1,38 Milliarden Euro erzielt, wie die Bank am Donnerstag mitteilte.

2013 hatten massive Abschreibungen vor dem Bilanzcheck der europäischen Aufseher zu einem Verlust von 1,54 Milliarden Euro geführt. Damit erwirtschaftete die Tochter einen großen Teil des gesamten Unicredit-Gewinns von zwei Milliarden Euro. Doch auch ohne diesen Effekt schnitt die Bank Austria wegen geringerer Vorsorgen für Kreditausfälle besser ab, als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis nach Risikokosten stieg um drei Prozent auf 1,86 Milliarden Euro.

Trotz ihrer zuletzt sinkenden Kapitalquote plant die Bank keine Maßnahmen, um diese zu steigern. Eine harte Kernkapitalquote von 10,3 Prozent sei für das Institut eine solide Basis, sagte Finanzchef Francesco Giordano am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz. Die in Österreich und Osteuropa aktive Bank wolle ihre Kapitalausstattung tendenziell verbessern. Eine Zielgröße veröffentliche das Institut jedoch nicht. Dazu beitragen sollen unter anderem die erwirtschafteten Gewinne.

Die Unicredit steuert ihre Osteuropaaktivitäten aus Österreich. Die Bank besitzt große Töchter in Russland und der Ukraine. Für die ukrainische Tochter Ukrsotsbank sucht das Institut seit längerem einen Käufer - bislang jedoch ohne Erfolg.

Sie belastete die Bilanz im vergangenen Jahr neben anderen Effekten mit gut 150 Millionen Euro. Währungsabwertungen in Russland und der Ukraine schlugen auch auf die harte Kernkapitalquote durch, die zum Jahresende auf 10,3 von 11,3 Prozent im Jahr davor sank.

Die wertvollsten Namen der Bankenwelt
Platz 10: Banco Santander
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Die spanische Großbank Santander eröffnet das Ranking der wertvollsten Bankenmarken der Welt. Die Auswertung für das vergangene Jahr lieferte das Magazin „The Banker“. Bei der Bewertung der Marke spiele besonders der Geschäftsausblick (Gewinnprognose) und die Wahrnehmung von Risiken eine entscheidende Rolle. Viele Institute arbeiten an ihrem Markenwert, der sich nicht nur in Kundenvertrauen widerspiegelt, sondern auch in Eigenständigkeit und Innovation. Sprich: Eine starke Marke fällt im Wettbewerb auf. Die Spanier kommen auf einen Markenwert von 18,7 Milliarden US-Dollar, sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Das Markenrating ist AAA-.

Platz 9: Bank of China
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Die Bank of China zählt zu den vier riesigen Staatsbanken der Volksrepublik. Ihr Umsatz liegt bei über 300 Milliarden Yuan im Jahr. Das entspricht grob 40 Milliarden Euro. Im Boomland China haben die regulierten Institute reichlich zu tun. Die Bank of China wird zudem vom Finanzstabilitätsrat als systemrelevant überwacht und muss strenge Auflagen erfüllen. Der Markenwert beträgt rund 20,4 Milliarden Dollar, 22 Prozent mehr als zuletzt.

Platz 8: Agricultural Bank of China
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Die teilverstaatlichte chinesische Bank ist eine der größten ihrer Art. Die ABC hat schätzungsweise 320 Millionen Privatkunden und etwa 2,7 Millionen Geschäftskunden. Fast eine halbe Million Menschen arbeitet in knapp 24.000 Filialen. 2010 sammelte die Bank mit ihrem Börsengang 22,1 Milliarden Dollar ein. Ihr Markenwert beträgt 22,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 28 Prozent.

Platz 7: JP Morgan Chase
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First, we take Manhattan: JP Morgan Chase sitzt in New York und ist nach Marktkapitalisierung die größte Bank der USA und nach Eigenkapital das zweitgrößte Finanzinstitut der Welt. Den Markenwert können da auch die hohen Handelsverluste – also Fehlspekulationen – aus dem Jahr 2012 nicht nachhaltig schmälern. Die Marke Chase ist rund 24,8 Milliarden Dollar schwer. Der Zuwachs beträgt sieben Prozent.

Platz 6: Bank of America
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25,7 Milliarden Dollar beträgt der Markenwert der Bank of America – noch, muss man sagen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von vier Prozent. Das Fachmagazin „The Banker“, was die BoA 2008 noch als wertvollste Bankmarke führte, bescheinigt dem Finanzriesen, nach Eigenkapital das größte Institut seiner Art zu sein. Auch die Bank of America darf sich über das Prädikat „systemrelevant“ freuen – das stärkt natürlich das Markenvertrauen.

Platz 5: Citi
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Wie die BoA gehört auch die Citigroup zu den „Big Four“ der US-Banken. Zuletzt lag die Bilanzsumme des Riesen bei 1,88 Billionen Dollar, der Umsatz 76,4 Milliarden. Sie ahnen es – systemrelevant, streng kontrolliert. Der Markenwert beträgt 26,2 Milliarden Dollar, was einem Plus von sieben Prozent entspricht.

Platz 4: China Construction Bank
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China wächst buchstäblich in den Himmel. In den zahlreichen Millionenmetropolen kommen mit dem Industrie-Boom auch die Wolkenkratzer. Der Bauwirtschaft kommt das gelegen – und damit der China Construction Bank, die rund 27 Prozent aller Baukredite im Reich der Mitte vergibt. Der Markenwert liegt bei 26,4 Milliarden Dollar. Das sind stolze 39 Prozent mehr als im Vorjahr.

Für das laufende Jahr erwartet die Bank Austria trotz möglicher Einbußen in Russland ein Ergebnis auf dem Vorjahresniveau, eine konkrete Prognose für 2015 wagte das Institut aber nicht. „Die geopolitischen Spannungen und die zögerliche Erholung in der Eurozone werden zweifellos die wichtigsten Herausforderungen für die kommenden Quartale sein“, sagte der scheidende Osteuropachef Gianni Franco Papa.

Die Bank wolle auch künftig in Zentral- und Osteuropa investieren und Marktanteile gewinnen. In Polen hat das Institut etwa Interesse an der zum Verkauf stehenden Tochter der Raiffeisen Bank International angemeldet.

  • rtr
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