Unicredit-Tochter
HVB liefert gute Zahlen

Die Hypovereinsbank geht mit Skepsis ins zweite Halbjahr. Die guten Ergebnisse aus dem ersten Halbjahr werden sich in der zweiten Jahreshälfte wohl nicht wiederholen.
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MünchenDie HypoVereinsbank drückt nach einem von der Konjunktur in Deutschland beflügelten ersten Halbjahr auf die Euphoriebremse. In den ersten sechs Monaten des Jahres hat die HVB mit einem Nettogewinn von 1,32 (Vorjahreszeitraum: 0,72) Milliarden Euro praktisch allein das Ergebnis des italienischen Mutterkonzerns UniCredit gestemmt. „Das wird im zweiten Halbjahr leider nicht so weitergehen“, sagte Vorstandschef Theodor Weimer am Donnerstag in München. „Ich warne vor der Erwartung, dass wir das Ergebnis aus dem ersten Halbjahr verdoppeln.“ Über den 1,72 Milliarden Euro des Jahres 2010 soll der Überschuss der HVB aber liegen.

„Beim Vorsteuergewinn sind wir ja schon da“, sagte Weimer. Im ersten Halbjahr verdiente die HVB, zu der neben dem deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft auch das Investment-Banking des gesamten Konzerns gehört, vor Steuern 1,92 Milliarden Euro, 2010 waren es in zwölf Monaten 1,88 Milliarden.

Das Investment-Banking profitierte vor allem vom glänzenden Handelsergebnis zu Beginn des Jahres. Schon im Frühjahr war davon angesichts des heftigen Auf und Ab an den Kreditmärkten nicht mehr viel zu spüren. „Die höhere Volatilität hatte alle getroffen“, sagte Weimer. „Der Handel wird sicher nicht der Ergebnistreiber im zweiten Halbjahr sein.“

Derzeit werde „mit enormen Summen gegen Italien spekuliert“, sagte der Vorstandschef. Dass die Kreditausfallversicherungen (CDS) auf dem drittgrößten Anleihemarkt der Welt - Italien - gestiegen seien, gebe ihm „sehr, sehr zu denken“. Spekulanten hätten mit Leerverkäufen in Italien zuletzt gutes Geld verdient.

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