Unicredito will Münchener übernehmen HVB peilt Milliardengewinn an

Während die italienischen Großbank Unicredito Deteils zu ihren Übernahmeplänen nennt geht die Münchener Großbank HVB weiter davon aus, in diesem Jahr einen Gewinn in der Größenordnung von einer Milliarde Euro zu erwirtschaften.

HB MÜNCHEN. HVB-Chef Dieter Rampl bekräftigte am Montagabend vor einem kleinen Kreis von Regionaljournalisten nach Angaben von Teilnehmern das Ziel, die Bank solle im laufenden Jahr eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von acht bis neun Prozent erreichen. Dies entspricht einem Nettogewinn von etwa einer Milliarde Euro. „Ich mache keine Abstriche. Das ist unser Plan, und dazu stehen wir“, sagte Rampl. Ein HVB-Sprecher bestätigte am Dienstag die Aussagen Rampls.

Die zweitgrößte deutsche Bank hatte im vergangenen Jahr wegen erneuter milliardenschwerer Wertberichtigungen auf Immobilienkredite nochmals einen Verlust von fast 2,3 Mrd. € verbucht. Die Bereinigung sieht die HVB nach früheren Angaben nun aber als im Grunde abgeschlossen an.

Die Münchener Bank steht vor der Übernahme durch die italienische Großbank Unicredito, die für das Institut fünf eigene Aktien für jede HVB-Aktie bieten will. Die Angebotsfrist für den Tausch der Aktien soll am 23. August beginnen und bis 6. Oktober laufen, wie aus Dokumenten zur anstehenden Hauptversammlung von Unicredito hervorgeht, die auf der Internet-Seite der italienischen Börse veröffentlicht wurden. Die Frist kann demnach noch um zwei Wochen verlängert werden, falls Unicredito im ersten Schritt das Ziel einer Umtauschquote von 65 % verfehlen sollte. Größter HVB-Aktionär ist der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück mit einem Anteil von gut 18 %.

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