Unterschrift mit Folgen
Prozess gegen Ex-Vorstände der BayernLB geht weiter

Keine Entscheidung in ihrer Geschichte bereut die BayernLB so sehr wie den Kauf der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria. Die Bank stürzte sie fast in die Pleite. Die Ex-Vorstände sollen nun dafür zahlen.
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MünchenEs war die teuerste Unterschrift ihres Lebens: Für den verhängnisvollen Milliardenkauf der österreichischen Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) müssen sich ehemalige Top-Manager der BayernLB nächste Woche wieder vor Gericht verantworten. Nach mehr als einem halben Jahr Pause geht der Zivilprozess um Schadenersatz gegen den gesamten ehemaligen Vorstand am Dienstag (11. Juni) weiter.

Die BayernLB verlangt von ihrem früheren Chef Werner Schmidt und sieben weiteren Ex-Vorständen 200 Millionen Euro Entschädigung für Milliardenverluste mit der HGAA. Einen Vergleichsvorschlag des Gerichts in Höhe von 25 Millionen Euro lehnte sie ab. Wegen der Vorwürfe müssen sich die Ex-Vorstände voraussichtlich in diesem Jahr auch in einem Strafprozess verantworten.

An dem vergangenen Verhandlungstermin im November hatten die Richter eine genaue Überprüfung der Manager-Verantwortlichkeiten angekündigt. Die Ex-Vorstände sollten den Richtern detailliert offenlegen, wer bei der Übernahme der Bank welche Verantwortlichkeiten hatte und warum Bedenken gegen den Kauf zurückgestellt wurden. Sämtliche Protokolle der Vorstandssitzungen sollten bei den Richtern abgeliefert werden.

Welche Schlüsse die Richter daraus ziehen, könnte sich an dem nächsten Prozesstermin zeigen - er ist nach Angaben des Gerichts aber als reiner Verkündungstermin ohne weitere Verhandlung geplant. Mit einem Urteil wird noch nicht gerechnet.

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Prozess gegen Ex-Vorstände der BayernLB geht weiter

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Nur ein Vorstand erscheint vor Gericht

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