Untersuchungen der Bafin

Libor-Prüfung der Deutschen Bank wird ausgeweitet

Der Libor-Skandal dürfte die Deutsche Bank länger in Atem halten als angenommen. Neue Tonbandaufnahmen belasten führende Banker. Die Ermittlungen der Bafin dürften sich daher verzögern.
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Die Untersuchungen zum Libor-Skandal in der Zentrale der Deutschen Bank gehen weiter. Quelle: dpa

Die Untersuchungen zum Libor-Skandal in der Zentrale der Deutschen Bank gehen weiter.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Libor-Skandal um manipulierte Referenzzinssätze könnte die Deutsche Bank nach Informationen des „Handelsblatts“ noch länger belasten als geplant. Überraschend aufgetauchte Tonaufnahmen würden einen Abschluss der Ermittlungen durch die Finanzaufsicht Bafin verzögern, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Finanzkreise. Eigentlich sollten die Ermittlungen im Sommer abgeschlossen sein. Mit dem neuen und möglicherweise belastenden Material gelte ein Abschluss noch in diesem Herbst allerdings als „unwahrscheinlich“.

Im Libor-Skandal hat ein Dutzend Großbanken, die Referenzzinssätze zu manipulieren. Die Zinssätze bilden die Basis für zahlreiche Bankprodukte im Wert von 500 Billionen Euro vom Hypothekenkredit bis zu komplexen Derivaten. Auch Händler der Deutschen Bank stehen unter Verdacht, an den Absprachen beteiligt gewesen zu sein.

Am Wochenende hatte die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, dass neue Mitschnitte gefunden wurden. Die Deutsche Bank hatte diese selbst entdeckt und an die Bafin weitergeleitet. Der Konzern wollte die Informationen nicht kommentieren und betonte abermals, dass er bei den Ermittlungen mit der Bafin kooperiert.

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7 Kommentare zu "Untersuchungen der Bafin: Libor-Prüfung der Deutschen Bank wird ausgeweitet"

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  • Lassen Sie mich noch ein "Bild" nachschieben:

    Ist es nicht so, als hätte sich die BaFin bei der Autofahrt nicht über vielen schönen Wiesenblumen erfreut statt auf den Verkehr zu achten?

    Heute darf man sich von deren Seite, aber auch von deren Aufsicht, ob dieser großen Versäumnisse nicht verwundert geben.

    Solch großen Schaden nicht ohne Unterstützung der Aufsicht anrichten!

  • "Da sollte keine Strafverfolgungs- oder Kontroll-Behörde irgendeine Rücksicht walten lassen."

    Da liegen Sie aber vollkommen falsch. Gerade in diesen Behörden findet die Deutsche Bank ihr Unterstützung.

    Die Deutsche Bank ist doch kein Saftladen, der eben erst zu seiner Größe herangewachsen ist. Wie sollte es sonst möglich gewesen sein, eine solche Vielzahl von Verfehlungen über die Jahre anzuhäufen.

    Haben Sie etwa dazu eine plausible Erklärung?

  • Was wusste die BaFin wann?

    Aber vor allem, weshalb wusste die BaFin nicht früher Bescheid? Den LIBOR gibt es doch nicht erst seit gestern und er ist kein unbedeutender Index.

    Mir will doch niemand erklären, dass die BaFin kompetent überwacht und nie den LIBOR im Zielvisier hatte? Nicht nur bei den Banken sind Konsequenzen zu fordern, sondern auch die BaFin muss wegen deren Unfähigkeit auf den Kopf gestellt werden.

    Die jüngste Aktion von Frau König, die Enteignung der Lebensversicherten muss ebenfalls aufgearbeitet werden. Sie gilt als treibende Kraft für die "Rettung" der Versicherungsbranche, zumal dieser überhaupt keine Verfehlungen vorgeworfen werden. Sie hat ihren alten Arbeitgeber also präventiv Geld der Versicherten übertragen.

    Am schlimmsten finde ich, dass keiner der Abgeordneten, die mal wieder "alternativlos", also kopflos einem Gesetz zustimmten, nachgefragt hat.

    Es kann nicht Aufgabe einer Ünerwachungsbehörde sein, Missmanagement zu unterstützen und schuldlose Versicherte zu bestrafen. Wie ist es überhaupt mit der Rechtssicherheit in unserem Lande bestellt, die unsere Kanzlerin bei jeder, auch falscher Gelegenheit einfordert?

    Sollten ihr und den Abgeordneten zuerst einmal die Pensionen gestrichen werden. Sie haben im Gegensatz zu den Lebensversicherten überhaupt keine eigene Altersvorsorge betrieben.

  • Ich hatte viele Jahre mein Konto bei der Deutschen Bank. Schließlich hatte ich so viel von Skandalen dieser Bank gehört und gelesen, dass ich endlich meine Verbindung zu dieser Bank aufgekündigt hatte. Heute zähle ich diese Bank zu den "wirkungsvollsten" Finanz-Verbrecher-Syndikaten" weltweit, die auf den Boden der Korrektheit zurück geführt werden muss. Da sollte keine Strafverfolgungs- oder Kontroll-Behörde irgendeine Rücksicht walten lassen.

  • Hatten wir bei diesen Banditen und Ganoven der Deutschen Bank oder anderen Großunternehmen wie GS, JPM, Barclays Bank etc. etwas anderes erwartet.

    Anständigkeit, Ehrlichkeit, aufrichtige und umsichtige Beratung - Fehlanzeige!

    Beschiss gehört doch zu deren Geschäftsmodell!

  • Egal: bei der Libor-Prüfung der Deutschen Bank steht dem Finanzgewerbe keine besonders anstrengliche Prüfung bevor: die Ämter sind privatisiert oder auf dem Wege dazu und von Interbankenverkehr einem deutschen Beamten etwas so zu erklären, dass er es auch versteht: vergebene Liebesmühe.
    Schäuble ist Pragmatiker genug, um das im Sande verlaufen zu lassen statt sich darum zu kümmern, wie sauber er als Finanzminister auch über den Tisch gezogen wurde.

    Und wieviele feine Wörter er dafür findet, dass ihm eigentlich di Luft aus dem Reifen genommen wurde bevor der auch noch pap sagen konnte: so fein wie die Deutsche Bank hat das bislang kaum ein Institut hingekriegt.

  • als langjähriger Aktionär der Deutschen Bank was ich zu meiner Schande gestehen muß will es mir nicht in den Kopf gehen warum der Inder stellvertretend für alle Investmentbanker bei der DB immer noch in Amt und Würden ist und nicht im Gefängnis.
    Wenn er von den ganzen Betrügereien nichts gewusst hat finde ich es sogar noch schlimmer als wenn er es gewusst hat denn dann ist er einfach unfähig.
    Die größte Fehlentscheidung ever des Aufsichtsrat der Deutschen Bank nicht Herrn Weber sondern die beiden Looser(Aussage Ackermann)als Vorstandssprecher zu nominieren.
    Es sind verlorene Jahre für die Deutsche Bank weil mit den aktuell handelnden Führungskräften kein glaubwürdiger Kulturwandel möglich ist.

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