US-Aufsichtsbehörde
Deutsche Bank zahlt Bußgeld für umstrittene Hypothekendeals

Geschäfte aus Zeiten der Finanzkrise haben die Deutsche Bank eingeholt: Bei US-Aufsichtsbehörden geriet die Frankfurter Bank wegen komplexer Hypothekenpapiere in die Schusslinie. Nun muss sie Millionen zahlen.
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BostonDie Deutsche Bank muss sich für Hypothekengeschäfte zu Zeiten der Finanzkrise verantworten. Die zuständige Aufsichtsbehörde des US-Bundesstaats Massachusetts verhängte am Mittwoch ein Bußgeld von 17,5 Millionen Dollar (13,5 Mio Euro) gegen das Frankfurter Institut. Der Vorwurf: Die Bank habe ihre Kunden über Interessenkonflikte bei bestimmten Hypothekenpapieren im Unklaren gelassen.

Nach Angaben der Behörde bestritt das Geldhaus die Vorwürfe in einem geschlossenen Vergleich weder, noch räumte es Versäumnisse ein. „Wir freuen uns, mit der Einigung diese Rechtsstreitigkeit hinter uns lassen zu können“, sagte eine Deutsche Bank-Sprecherin.

Hypotheken-Deals beschäftigen die US-Gerichte und -Finanzaufseher seit Jahren. Dabei war auch die Deutsche Bank in die Schusslinie geraten. Sie hatte wie viele andere Finanzfirmen dabei geholfen, einzelne Hauskredite zu komplexen Hypothekenpapieren zu bündeln und an Investoren zu verkaufen.

Als jedoch der US-Immobilienmarkt ab dem Jahr 2007 ins Rutschen kam, verloren diese Papiere massiv an Wert. Das war der Ausgangspunkt für die Finanzkrise.

Investoren versuchen bis heute, mit Klagen ihr verlorenes Geld zurückzuholen, unter anderem von der Deutschen Bank. Auch Politiker, die Börsenaufsicht SEC sowie Staatsanwälte werfen den Banken Verfehlungen vor.

Der wohl prominenteste Fall war Goldman Sachs. Die US-Investmentbank zahlte im Jahr 2010 in einem Vergleich mit der SEC 550 Millionen Dollar.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " US-Aufsichtsbehörde: Deutsche Bank zahlt Bußgeld für umstrittene Hypothekendeals"

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  • es ist für mich nicht richtig seitens der Aufsichstbehörden und Gerichte das nur Geschäfte geprüft werden wo Anleger Geld verloren haben warum werden nicht solche Geschäfte geprüft wo Anleger Geld gewonnen haben und diese rückabgewickelt.

  • Ein früherer Vorstandsvorsitzender der sogenannten "Deutschen" Bank hätte dieses Resultat wohl auf Neudeutsch mit "Peanuts" kommentiert.
    Es fällt durchaus auf, daß die DB bislang in den USA bei solchen Prozessen sogar ohne das sprichwörtliche "blaue Auge" davonkommt, nicht mal ein blauer Fleck ist zu sehen. Ganz offensichtlich ist diese Bank ein wesentliches Element des anglo-amerikanischen Banken-Establishment und zwar beiderseits des Atlantiks: gut verdrahtet eben.

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