US-Bank
Bank of America macht wieder Milliardengewinn

Die Bank of America hat ohne größere Sonderlasten aus Rechtsstreitigkeiten wieder schwarze Zahlen geschrieben. Im ersten Quartal summierte sich der Gewinn des US-Instituts auf drei Milliarden Dollar.
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CharlotteNach jahrelangen milliardenschweren Rechtsstreitigkeiten kann die Bank of America allmählich aufatmen. Der Sparkurs von Konzernchef Brian Moynihan beschert dem zweitgrößten US-Geldhaus wieder deutliche Gewinne. Im vergangenen Quartal verdiente die Bank nach Angaben vom Mittwoch 2,98 Milliarden Dollar nachdem vor einem Jahr noch ein Verlust von 514 Millionen Dollar zu Buche gestanden hatte. Grund für das Plus waren neben Kostensenkungen auch Zuwächse im Devisen- und Hypothekengeschäft, das von den niedrigen Zinsen profitierte.

Bank of America hatte in den vergangenen Jahren mit etlichen juristischen Problemen zu kämpfen, die noch aus Zeiten vor und während der Finanzkrise stammten. Zur Beilegung der Streitigkeiten musste sie Kosten über insgesamt mindestens 70 Milliarden Dollar verkraften. Im Vorjahreszeitraum hatten die juristischen Belastungen noch mit sechs Milliarden Dollar auf die Bilanz durchgeschlagen.

Mittlerweile scheint die Bank die größten Schwierigkeiten überwunden zu haben. Im vergangenen Vierteljahr beliefen sich die Sonderaufwendungen für Rechtsstreitigkeiten nur noch auf 370 Millionen Dollar. Zugleich gelang es dem Institut, die operativen Kosten um mehr als 29 Prozent auf 15,7 Milliarden Dollar zu drücken. „Zu Zeiten anhaltend niedriger Zinsen hatten wir unsere Ausgaben gut unter Kontrolle“, erklärte Moynihan.

Zum Jahresauftakt florierte das Geschäft mit Baukrediten, weil viele Kunden die niedrigen Zinsen dazu nutzen, ihre Verträge neu auszuhandeln. Noch bieten sich dazu günstige Gelegenheiten. Es wird erwartet, dass die US-Notenbank in der zweiten Jahreshälfte beginnt, den Leitzins wieder zu erhöhen. Die Einnahmen im Hypothekengeschäft sprangen um zwei Drittel auf 694 Millionen Dollar nach oben.

Anders als die Konkurrenten JP Morgan und Wells Fargo musste Bank of America allerdings schwindende Gesamteinnahmen hinnehmen. Diese sanken bereinigt um knapp sechs Prozent auf 21,4 Milliarden Dollar. Zwar konnte auch der US-Branchenzweite von der Aufhebung der Franken-Bindung an den Euro durch die Schweizer Notenbank profitieren und seine Erlöse aus Währungsgeschäften verdoppeln. Im Anleihegeschäft gab es aber einen Dämpfer. Die Sparte Festverzinsliche Wertpapiere, Devisen und Rohstoffe büßte knapp sieben Prozent ein und erwirtschaftete Einnahmen von nur noch 2,75 Milliarden Dollar.

Der US-Marktführer JPMorgan hatte in diesem Bereich dagegen Zuwächse ausgewiesen, die im ersten Quartal zu einem überraschend deutlichen Gewinnplus von zwölf Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar beitrugen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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