US-Bankbetrug
Wells Fargo streicht Chef 41-Millionen-Bonus

Nach dem Skandal um gefälschte Bankkonten in den USA wird dem Chef der US-Großbank Wells Fargo der 41-Millionen-Dollar-Bonus gestrichen. Auch weitere Chefs verlieren Geld.

WashingtonNachdem Skandal um gefälschte Bankkonten verliert Wells-Fargo-Chef John Stumpf 41 Millionen Dollar Bonus. Die umgerechnet 36,5 Millionen Euro in Aktien würden mit sofortiger Wirkung einbehalten, entschied das Direktorium der Bank am Dienstag (Ortszeit). Die frühere Verkaufschefin Carrie Tolstedt verliere Ansprüche auf einen Aktienbonus im Wert von 19 Millionen Dollar. Außerdem hätten beide auf Bonuszahlungen für 2016 verzichtet.

Wells-Fargo-Mitarbeiter hatten ohne Erlaubnis der Kunden Millionen von Bankkonten eröffnet und Online-Banking-Aktivitäten vorgetäuscht, um die von der Unternehmensführung gesetzten Verkaufsziele zu erreichen. Als dies bekannt wurde, feuerte die Bank deshalb rund 5300 Angestellte. Sie stimmte inzwischen der Zahlung von 185 Millionen Dollar als Entschädigungen zu.

Tolstedt hatte im Juli ihren Rückzug angekündigt. Vor der Entscheidung vom Dienstag standen ihr 125 Millionen Dollar an Gehalt, Aktienoptionen und weiteren Vergütungen zu.

Stumpf ist trotz heftiger Kritik bisher aber auf einem Posten geblieben. Er verdiente vergangenes Jahr 19,3 Millionen Dollar.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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