US-Banken
Ermittlungen im Devisenhandel-Skandal weiten sich aus

Neuer Ärger für die US-Großbanken JP Morgan Chase und Citigroup: Die Ermittlungen im Devisenhandel-Skandal betreffen nun auch das Währungsgeschäft der beiden Geldhäuser. Es gibt bereits personelle Konsequenzen.
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New YorkDie internationalen Ermittlungen gegen Banken wegen angeblicher Manipulationen am Devisenmarkt ziehen immer weitere Kreise. Die beiden US-Großbanken JP Morgan Chase und Citigroup gaben am Freitag bekannt, dass mehrere Behörden ihr Währungsgeschäft genauer unter die Lupe nehmen - darunter auch US-Regierungsstellen. Die Citigroup hat Berichten vom Wochenanfang zufolge bereits ihren Londoner Chef-Devisenhändler beurlaubt. Bislang standen vor allem europäische Geldhäuser im Zentrum der Ermittlungen - etwa das britische Institut Barclays, die Schweizer UBS sowie die Deutsche Bank. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Finanzkreisen erfuhr, suspendierte nach einer Reihe anderer Banken auch Barclays mehrere Händler.

Im Zentrum der Ermittlungen in Europa und Asien stehen bislang elektronische Nachrichten von Händlern. Die Aufseher durchforsten Tausende dieser kurzen Botschaften, um der Frage nachzugehen, ob diese sich unerlaubt über die Kurse ausgetauscht haben. Von den ähnlich gelagerten Untersuchungen über die Manipulation von Interbanken-Zinssätzen wie dem Libor verschreckt, händigen vielen Banken inzwischen aus eigenem Antrieb das Material an die Aufseher aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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