US-Einlagensicherung
FDIC-Chef warnt vor zu starker Banken-Deregulierung

Martin Gruenberg, Chef der US-Einlagensicherung, hat sich gegen eine zu starke Deregulierung des Bankensystems ausgesprochen. Unter anderem könne eine Rückkehr zu einer normalen Zinspolitik zu Problemen führen.
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New YorkDer Chef der US-Einlagensicherung FDIC hat vor einer zu starken Deregulierung des Bankensystems gewarnt. „Es besteht die Gefahr, dass die Änderungen an den Vorschriften die Grenze zu einer substanziellen Schwächung der Vorgaben überschreiten“, erklärte Martin Gruenberg am Dienstag laut Redetext bei einem Treffen zu Regulierung und Märkten.

Es sei klar, dass die größten Banken nicht freiwillig an den gegenwärtig vorgeschriebenen Kapitalpuffern festhielten. Unter anderem könnte eine weltweite Rückkehr zu einer normaleren Zinspolitik zu Problemen führen. Die Banken seien zwar durch die Reformen nach der Finanzkrise stärker und widerstandsfähiger geworden, sagte Gruenberg. „Aber sie sind nicht unverwundbar.“

Präsident Donald Trump und der von seinen Republikanern kontrollierte Kongress streben eine Abkehr von den strengeren Regulierungen an, die 2010 als Dodd-Frank-Gesetz wegen der Finanzkrise erlassen worden waren. Auch der Fed-Notenbanker William Dudley warnte zuletzt vor einer zu starken Deregulierung.

Gruenbergs Amtszeit läuft Ende November aus. Allerdings gibt es noch keinen Kandidaten für seine Nachfolge. Damit stünde ihm die Option offen, zunächst seinen Posten zu behalten, möglicherweise auf Monate hinaus. Gruenberg hat sich selbst noch nicht zu seinen Zukunftsplänen geäußert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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