US-Ermittlungen
Vergleich könnte für Credit Suisse teuer werden

Die US-Ermittlungen gegen Credit Suisse könnten die Großbank 1,6 Milliarden Dollar kosten. Laut Insidern wird die Bank zu einem Schuldeingeständnis gedrängt. Eine Einigung könnte bald stehen.
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WashingtonIm Steuerstreit mit den USA droht der Schweizer Großbank Credit Suisse eine Milliardenstrafe. Die US-Ermittlungen gegen das Geldhaus wegen des Verdachts auf Beihilfe zu Steuerhinterziehungen könnten einem Insider zufolge gegen die Zahlung von bis zu 1,6 Milliarden Dollar eingestellt werden.

Eine entsprechende Summe sei bei den Verhandlungen der Schweizer Großbank mit dem US-Justizministerium im Gespräch, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person in der Nacht zum Dienstag. Sie wäre damit etwa zwei Mal so hoch wie die 780 Millionen Dollar, die UBS 2009 in einem ähnlichen Verfahren zahlte.

Zwei weitere Personen erklärten, Credit Suisse werde zu einem Schuldeingeständnis gedrängt. Die Gespräche seien noch nicht abgeschlossen, die Einzelheiten würden noch ausgearbeitet, hieß es weiter. Eine Einigung könnte in den kommenden Wochen erzielt werden.

Ein Credit-Suisse-Sprecher lehnte einen Kommentar dazu ab. Die Ermittlungen gegen Credit Suisse und rund ein Dutzend weiterer Schweizer Banken laufen seit 2011. Die Schweizer Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf war am Freitag kurzfristig in die USA gereist, um bei Justizminister Holder eine faire Behandlung der Schweizer Banken einzufordern. Schweizer Institute dürften nicht schlechter behandelt werden als andere Banken, erklärte ihr Ministerium danach.

Würde Credit Suisse in den USA schuldig gesprochen, könnte sie möglicherweise ihre US-Lizenz verlieren oder müsste mit einer Reihe anderer Strafmaßnahmen rechnen. Credit Suisse hat für eine mögliche Strafe bereits 895 Millionen Franken beiseite gelegt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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